8. Kölner Sportrede: „Länder sind ein starker Partner des Sports“

Bild des Benutzers Henning Severin
Gespeichert von Henning Severin am 29. April 2016 - 15:14
28. April 2016

8. Kölner Sportrede: „Länder sind ein starker Partner des Sports“

Sportministerin Christina Kampmann hat bei der 8. Kölner Sportrede am 28. April die Wichtigkeit der staatlichen Sportförderung unterstrichen. "Insgesamt geben die Bundesländer in diesem Jahr rund 526 Millionen Euro für die Sportförderung aus. Davon gehen mehr als die Hälfte an die Landessportbünde und deren Mitgliedsorganisationen." Die Förderung des gemeinnützigen Sports sei ein bedeutender Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. "Wir sind ein starker Partner des Sports", so die Ministerin im Kölner Rathaus.

bislang nicht bewertet
 

Sportministerin Christina Kampmann hat bei der 8. Kölner Sportrede am 28. April die Wichtigkeit der staatlichen Sportförderung unterstrichen. "Insgesamt geben die Bundesländer in diesem Jahr rund 526 Millionen Euro für die Sportförderung aus. Davon gehen mehr als die Hälfte an die Landessportbünde und deren Mitgliedsorganisationen." Die Förderung des gemeinnützigen Sports sei ein bedeutender Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. "Wir sind ein starker Partner des Sports", so die Ministerin im Kölner Rathaus.

Sportministerin Christina Kampmann zusammen mit Henriette Reker (l.), Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, und Walter Schneeloch (r.), Präsident des Landessportbundes NRW und Vizepräsident des DOSB. (c) MFKJKS NRW | Foto: Henning Severin

Die Sportförderung der Länder sei darauf angelegt, die Arbeit der Sportorganisationen zu stärken und möglichst allen Menschen, am besten von klein auf, Zugänge zum Sport zu eröffnen. "Gerade jetzt wird seine integrative Kraft gebraucht: Sportvereine setzen sich für Integration ein und bringen die Inklusion voran. Die Sportfördermittel der Länder sind gesellschaftlich gut angelegtes Geld", erklärte Ministerin Kampmann, die bis Ende 2016 auch Vorsitzende der Sportministerkonferenz der Länder ist. Die Belegung von Turnhallen durch Flüchtlinge dürfe auch weiterhin nur eine temporäre Lösung sein.

Die Ministerin wies darauf hin, dass eine Beteiligung der Länder an der Reform des Leistungssportes zwingend erforderlich sei: "Es war nicht nachzuvollziehen, dass der Bund und auch der DOSB anfangs die Reform des Spitzensports ohne die Länder begonnen haben. Wie soll das gehen, wo doch die größten Finanzierungsbeiträge in den Leistungssport, insbesondere für den Nachwuchsleistungssport, durch die Länder und Kommunen aufgebracht werden?" Sie wünsche sich eine Kooperationskultur, in der alle einbezogen sind, die etwas zur Förderung des Sports beitragen.

Sport spiele in Deutschland eine zunehmend bedeutendere Rolle bei der Bewältigung sozialer und gesundheitspolitischer Herausforderungen. Hierzu sagte die Ministerin: "Staatliche Sportpolitik sollte insgesamt gesehen Chancen bieten, Möglichkeiten schaffen, die Menschen dabei unterstützen, sich für einen aktiven, gesundheitsfördernden, einen sportlichen Lebensstil zu entscheiden und sportlich aktiv zu werden." Sie betonte dabei dass es auch ganz wesentlich ein Verdienst einer kontinuierlichen Zusammenarbeit von Staat und Sportorganisationen sei, dass so viele Menschen diesem Prinzip der Freiwilligkeit folgten. "Das ist das Ergebnis jahrzehntelanger erfolgreicher Überzeugungsarbeit."
 
Die Individualisierung des Sports sei nach Ansicht von Ministerin Kampmann ein Langzeittrend. Besondere Herausforderungen bestünden dabei für Mehrspartenvereine ohne Sportstätten und ohne professionelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. "Hier bedarf es neuer Impulse, um gerade den Teamsport aufzuwerten", forderte die Ministerin. Sie glaube auch nicht, dass Sportvereine durch die Digitalisierung bedroht seien. "Ich halte nicht viel von Untergangsszenarien. Wir können den gesellschaftlichen Wandel nicht aufhalten, wir müssen ihn gestalten und dabei unbedingt auch die Chancen sehen und ergreifen, die sich durch Neues ergeben." Hier könnten Jüngere und Ältere besonders gut voneinander lernen.
 
Ministerin Kampmann rief die Sportorganisationen dazu auf, sich entschlossen gegen Korruption und Manipulation im Sport zu wehren: "Doping und Sportbetrug erschüttern die Integrität des sportlichen Wettbewerbs", sagte Ministerin Kampmann. Hier bedürfe es einer engen Zusammenarbeit von Sportorganisationen und staatlichen Stellen, um die Integrität des Sports gemeinsam zu sichern.
 
Die Kölner Sportrede im Historischen Rathaus der Stadt Köln wird jährlich gemeinsam von der Führungs-Akademie des DOSB und der Stadt Köln ausgerichtet. Sie gilt als wichtigste programmatische Rede für den Deutschen Sport. Einen Videomitschnitt der Rede können Sie hier anschauen.

Pressemitteilungen

zum Thema

Weitere Informationen

zum Thema