Behindertensport und Inklusion

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Mehrere Sportler mit Beinprothese beim Training in einer Leichtathletikhalle

Sportangebote für Menschen mit Behinderung

Sportministerium bringt innovative Projekte auf den Weg

Bewegung, Spiel und Sport bereichern den Alltag von behinderten Menschen auf vielfältige Weise. Sie bieten die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung oder zur Steigerung der persönlichen Fitness und des Selbstvertrauens. Gleichzeitig werden die Rehabilitation, die Integration und die Stärkung der Chancengleichheit im Alltagsleben unterstützt.

 

Wenn es darum geht, Barrieren zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen abzubauen und Kommunikationsschwierigkeiten zu überwinden, kann der Sport ein hervorragender Vermittler sein. Wie diese positive Vermittlerrolle des Sports für behinderte Menschen gestärkt werden kann, zeigen verschiedene Initiativen der Landesregierung zur Förderung des Behindertensports in NRW.

Auf dem Weg zu den Paralympics

Eine wichtige Signalwirkung haben die Paralympics, der Wettkampf der behinderten Spitzensportlerinnen und -sportler. Zu erfahren, welche enormen Leistungen Menschen mit Handicap erbringen können, macht alle Beteiligten zu selbstbewussten Partnerinnen und Partnern im Sport. Das Internationale und das Europäische Paralympische Komitee haben sich in Bonn angesiedelt und damit das Engagement des Landes Nordrhein-Westfalen auch international bestätigt.

NRW-Wettbewerb "Behinderten-Sportverein des Jahres"

Der Behinderten- und Rehabilitationsportverband Nordrhein-Westfalen (BRSNW) und das Ministerium haben den NRW-Wettbewerb "Behinderten-Sportverein des Jahres" im Jahr 2013 bereits zum dritten Mal ausgeschrieben und am 20. März 2014 die Ehrung vorgenommen. Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie auf der Website des BRSNW.

Alle Mitgliedsvereine und -abteilungen des Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes Nordrhein-Westfalen waren aufgerufen, sich an diesem Wettbewerb zu beteiligen. Sie hatten die Möglichkeit, durch ihre Teilnahme ihre Aktivitäten und ihr Engagement rund um den Sport für Menschen mit Behinderungen öffentlich darzustellen. Das gemeinsame Projekt von Landesregierung und BRSNW dokumentiert den hohen Stellenwert, den die Politik dem Engagement der Vereine einräumt. Gleichzeitig will es Ansporn sein, noch mehr Menschen mit Behinderungen die vielfältigen Möglichkeiten des Sporttreibens und des Sichbewegens aufzuzeigen.

"INKLUSIV AKTIV" – ein gemeinsames Projekt des Sportministeriums und des Landschaftsverbands Rheinland

Das Projekt "INKLUSIV AKTIV" stellt die gleichberechtigte Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen an Sportangeboten in den Vordergrund. Im Rahmen des Projektes werden Grundlagen für Förderschulen erarbeitet. Untersucht werden die Erfolgsfaktoren für ein gezieltes und vernetztes Arbeiten vor Ort. Partner des Projekts sind der Landschaftsverband Rheinland und das Sportministerium NRW. Projektstart war im September 2013. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet von Dr. Volker Anneken vom Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie in der Broschüre INKLUSIV AKTIV (PDF, 1,86 MB).

"Sport und Inklusion im Verein" – ein Vereinsentwicklungsprojekt des Sportministeriums, des Landessportbundes NRW und des BRSNW

Das Projekt "Sport und Inklusion im Verein" wird vom Landessportbund NRW gemeinsam mit dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen e.V. (BRSNW) und dem Sportministerium als dreijähriges Vereinsentwicklungsprojekt durchgeführt. Es erprobt die Gestaltung und Umsetzung von Inklusionsprozessen in Sportvereinen. Dieses Vorhaben, das 2013 startete, wird von Prof. Dr. Heiko Meier und Prof. Dr. Simone Seitz (Universität Paderborn) wissenschaftlich begleitet.

Tagungen und Kongresse zum Thema Sport und Inklusion

"Inklusion und Sport – Forschung für Menschen mit Behinderungen"

Im Oktober 2012 führten das Ministerium, die Gold-Kraemer-Stiftung und das FIBS gGmbH An-Institut der Deutschen Sporthochschule Köln eine bundesweit viel beachtete Fachtagung zum Thema "Inklusion und Sport – Forschung für Menschen mit Behinderungen" in Köln durch. Sie stießen damit einen wichtigen Diskurs zwischen Sport und Politik zum Thema Sport und Inklusion an. Weitere Informationen zu Tagung finden Sie auf der Website des FIBS.

"Gelungene Wege zum inklusiven Sport von Menschen mit Behinderungen"

Im Rahmen der REHA-CARE 2013 wurde der begonnene Diskussionsprozess fortgesetzt. Sehr praxisnah wurden verschiedene Aspekte zum Thema "Sport und Inklusion" in Themenworkshops erörtert. Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre Gelungene Wege zum inklusiven Sport. Impulse für die Praxis (PDF, 2,31 MB).

"Sport und Inklusion – neue Chancen für den Sport mit Menschen mit geistiger Behinderung"

Am 22. Mai 2014 fand in Düsseldorf – im Rahmen der gleichzeitig dort stattfindenden "Special Olympics Deutschland" – eine weitere Fachtagung statt. Die PowerPoint-Präsentatiionen der Taguzngsfachvorträge finden Sie im Folgenden zum Download:

Eine Gesellschaft für alle – NRW inklusiv

Die UN-Behindertenrechtskonvention fordert alle Unterzeichnerstaaten auf, Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt ein selbstbestimmtes und gleichgestelltes Leben zu ermöglichen. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat dazu ein umfangreiches Programm vorgelegt, das die gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen ermöglichen soll.

Mit dem "Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" (nachfolgend "UN-Behindertenrechtskonvention") wird die Politik für behinderte Menschen auf eine neue Grundlage gestellt.

Mit dem Bejahen der UN-Behindertenrechtskonvention durch die Bundesregierung und die Länder sind die Anforderungen an die Politik noch einmal deutlich gestiegen. Die UN-Behindertenrechtskonvention fordert alle Unterzeichnerstaaten auf, den vollen und gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten durch alle Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten und die Achtung der ihnen innewohnenden Würde zu fördern.

Mehr als hundert Maßnahmen umfasst der Aktionsplan "Eine Gesellschaft für alle – NRW inklusiv", den die Landesregierung auf den Weg gebracht hat. Hand in Hand mit den Verbänden und Organisationen soll der Aktionsplan Schritt für Schritt in Nordrhein-Westfalen umgesetzt werden. Weitere Informationen zum Aktionsplan finden Sie auf der Website des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

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