EU-Förderprogramm Erasmus+

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Mehrere Jugendliche während einer Trinkpause bei einem Tischtennisevent

EU-Förderprogramm Erasmus+

EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport (2014–2020)

Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union haben das neue Programm Erasmus+ verabschiedet und werden zwischen 2014 und 2020 Maßnahmen im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung, Jugend und Sport fördern.

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Erasmus+ stellt das lang erwartete Sportförderprogramm der EU dar. Zudem steht es für eine konsequente Fortführung verschiedener vorbereitender Maßnahmen der letzten Jahre. Erst durch den Vertrag von Lissabon (Art. 165 AEUV) mit dem Ziel zur Förderung der europäischen Dimension des Sports wurde eine finanzielle Unterstützung des Sports formal ermöglicht. Im Programm finden sich sieben verschiedene, bereits bekannte Programme (wie z. B. "Erasmus", "Leonardo da Vinci", "Comenius") wieder. Gänzlich neu aufgenommen wurde der Förderbereich Sport.

Sportförderprogramm der EU

Für den Zeitraum 2014 bis 2020 werden allein für den Sport 265 Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt. Im Jahr 2016 beträgt das Budget ca. 34 Millionen Euro und für das Jahr 2017 ist mit ca. 40 Millionen Euro zu rechnen. Der Fokus liegt insbesondere auf dem Breitensport. Im Einzelnen werden als Ziele verfolgt:

  • Bekämpfung grenzüberschreitender Bedrohungen für die Integrität des Sports
  • Förderung von Good Governance
  • Förderung dualer Karrieren von Leistungssportlerinnen / Leistungssportlern
  • Unterstützung von Freiwilligentätigkeit, sozialer Inklusion und Chancengleichheit im Sport
  • Schaffung eines Verständnisses für den gesundheitlichen Nutzen körperlicher Betätigung
  • Gleichberechtigter Zugang zu sportlichen Aktivitäten für alle

Zur Erreichung dieser Ziele werden im Sportkapitel folgende Aktivitäten gefördert:

  • Kooperationspartnerschaften
  • Gemeinnützige europäische Sportveranstaltungen
  • Förderung der Evidenzbasis für politische Entscheidungsfindungen
  • Dialog mit relevanten europäischen Beteiligten

Einreichungsfristen

Die Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen erfolgt über generelle und jährliche Aufrufe, in denen der Antragsrahmen sowie die Antragsfristen dargelegt sind.

Registrierung

Wichtig zu beachten ist, dass vor der eigentlichen Bewerbung eine Registrierung aller Antragstellerinnen und Antragsteller sowie Kooperationspartnerinnen und -partner beim ECAS (European Commission Authentication Service) erfolgen muss, um eine sogenannte PIC-Nummer (Participant Identification Code) zu erhalten. Die PIC-Nummer ist später bei der Bewerbung zwingend mit anzugeben. Der danach erforderliche Bearbeitungsprozess durch die Europäische Kommission beansprucht allein ca. acht Wochen. Entsprechend ist diese Wartezeit mit einzukalkulieren und eine Registrierung so früh wie möglich anzustreben.

Antragstellung und Projektwahl

Die Auswahl von Projekten und Umsetzung des Programms Erasmus+ erfolgt für den Bereich der Sportförderung zentral durch die Europäische Kommission bzw. deren Exekutivagentur EACEA (Education, Audiovisual and Culture Executive Agency).

Weitere Informationen

Zu Fördermöglichkeiten im Bereich des Sports unter Erasmus+ fand am 03. März 2016 in Brüssel ein Sportinformationstag statt. Weitere Informationen und ein Programmüberblick sind hier abrufbar. Die Veranstaltung wird auch live im Internet zu sehen sein. Wesentliche Informationen zur Antragstellung beim Förderprogramm Erasmus+ Sport finden Sie unverbindlich zusammengefasst durch das Ministerium in dieser Tabelle. Die genauen Bestimmungen für Einreichung von Projektvorschlägen sind dem Programmleitfaden zu entnehmen. Ebenso sind bestimmte E-Antragsformulare erforderlich und vorbereitet. Ein weiteres Dokument stellt der EU-Arbeitsplan Sport 2014–2017 dar.

Themen

Sport