Förderung der freien Theater

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Gespeichert von Flowconcept am 26. Januar 2015 - 11:46

Förderung der freien Theater in Nordrhein-Westfalen

Neukonzeption und Aufstockung der Förderbereiche

Nordrhein-Westfalen ist ein bedeutender Produktionsstandort für freischaffende Künstlerinnen, Künstler und Ensembles. Das Land spielt seit den 70er- und 80er-Jahren eine bundesweite Vorreiterrolle. Die "freie Szene" hat sich zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil der Theaterlandschaft und der kritischen Öffentlichkeit entwickelt. Mit einem neuen Gesamtkonzept fördert die Landesregierung die Off-Szene.

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Besonders in Nordrhein-Westfalen ging eine lebhafte künstlerische Entwicklung von Kollektiven der Off-Szene, ihren Spielstätten in umgenutzten Industriearealen, ihren Festivals und von ihren Netzwerken aus. Subkultur, Soziokultur und Off-Künstlerinnen und -Künstler erkannten die enormen Möglichkeiten von leer stehenden Produktionsstätten und die potenziellen Freiräume denkmalgeschützter Industriehallen. Dabei ist die freie Szene grundsätzlich interdisziplinär ausgerichtet, lokal tief verwurzelt sowie überregional und international gut vernetzt.

Die neue Konzeption der Förderung freier Theater in Nordrhein-Westfalen zielt insbesondere auf eine künstlerische Stärkung der freien Szene, ihrer Ensembles und Produktionshäuser sowie auf die Steigerung ihrer regionalen und internationalen Bedeutung ab. Bestehende Förderbereiche und Investitionen im Bereich der freien darstellenden Kunst werden neu strukturiert und sinnvoll ergänzt. Neu entstehende Synergien der Einzelförderbereiche werden genutzt. Produktion und Recherche, Gastspielaustausch und Vernetzung werden gestärkt.

Gesamtkonzept "Freie Theater in Nordrhein-Westfalen"

Durch die konzeptionelle Überarbeitung der bestehenden Förderstruktur werden Arbeitssituation und Förderung der freien Theaterhäuser, Künstlerinnen, Künstler und Ensembles seit 2011 deutlich verbessert. Hierbei geht es nicht darum, in Zeiten knapper Kassen lediglich Förderbudgets aufzustocken. Vielmehr soll mit einer Reihe differenzierter und gezielter Fördermaßnahmen die Gesamtstruktur an die aktuellen Bedingungen zeitgenössischer Kunstproduktion angepasst und verbessert werden. Die Kunstproduktion bekommt in Bereichen, die derzeit unterentwickelt sind, durch spezielle Maßnahmen notwendige Bedingungen, so etwa die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler an der Schnittstelle von Ausbildung und Beruf.

Wesentlich ist, dass Künstlerinnen und Künstler heute in verschiedenen Kontexten arbeiten. Abhängig von den Konzepten und Notwendigkeiten wirken sie an Kommunaltheatern wie auch in der Off-Szene. Die freie Szene ist nach wie vor ein starkes Produktionsfeld, das nicht zuletzt auch den Nachwuchs der Kommunaltheater mit hervorbringt. Sie kann wesentlich mehr Strahlkraft für das Land haben, wenn ihre Förderung stabiler ist und dennoch in beweglichen Strukturen wandelbar bleibt.

Dafür wurde das auf nationalem und internationalem Niveau tragfähige neue Gesamtkonzept "Freie Theater in Nordrhein-Westfalen" erarbeitet. Die Stärkung der freien Szene ist im Koalitionsvertrag 2010 festgehalten. Im Haushaltsplan ist eine Aufstockung der Förderung im Bereich der freien Theater um insgesamt rund 1,64 Millionen Euro vereinbart. Mit insgesamt rund 6,4 Millionen Euro nimmt Nordrhein-Westfalen so mit Berlin die Spitzenposition unter den Ländern im Bereich der Förderung freier darstellender Kunst ein.

Arbeitsbereiche der Förderung

Die einzelnen Förderbereiche des Gesamtkonzeptes "Freie Theater in Nordrhein-Westfalen" finden Sie auf folgenden Unterseiten:

Aufstockung Produktion, Recherche und Präsentation im Jugend- und Erwachsenenbereich

Die freie Theaterlandschaft in Nordrhein-Westfalen ist lebendig und produktiv. Sie bringt Künstlerinnen und Künstler hervor, die auch an Kommunaltheatern wirken. Die Landesregierung stockt die Förderung für neun bedeutende Produktionsstätten sowohl im Jugend- als auch im Erwachsenenbereich auf. Mehr

Spitzenförderung für Theaterensembles in Nordrhein-Westfalen

Vier bewährte, professionell arbeitende Spitzenensembles sollen über die bestehende Förderung durch das Land und die Kommunen hinaus zusätzlich gefördert werden, um deren Fortbestehen und hochwertige künstlerische Arbeit zu gewährleisten. Mehr

Kooperationsmodelle zwischen festen und freien Ensembles

Die Förderung freier darstellender Kunst ist dem Ministerium ein wichtiges Anliegen. Mit Hilfe eines Förderbudgets werden ausgewählte Kooperationsprojekte zwischen freien Ensembles und kommunalen Theatern ermöglicht. Mehr

Abspielförderung für Gastspiele freier Tanz- und Theaterproduktionen

Obwohl in Nordrhein-Westfalen viele hochkarätige Theaterproduktionen des freien Theaters entstehen, werden diese Stücke nur selten aufgeführt. Und noch weniger ist davon im ländlichen Raum zu sehen. Die Landesregierung will dem mit einer Abspielförderung entgegenwirken. Mehr

Weiterbildung und Nachwuchsförderung an freien Theatern

Gerade freie Bühnen sind eine herausfordernde und inspirierende Umgebung für angehende Regisseurinnen und Regisseure, Dramaturginnen und Dramaturgen sowie für Choreografinnen und Choreografen. Die Landesregierung stellt für den Nachwuchs Förderinstrumente bereit. Mehr

Honorarempfehlungen für Kostenkalkulation

Für die Beantragung von Fördergeldern ist eine Kostenkalkulation erforderlich. Die Landesregierung empfiehlt für diese Berechnung die etablierten Mindesthonorare. Mehr

Künstlerische Arbeit mit Jugendlichen und partizipatorische Projekte

Für die innovative künstlerische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vieler freier Theater soll nicht die professionelle Künstlerförderung verwendet werden. Deshalb stellt die Landesregierung dafür eigene Fördermittel zur Verfügung. Mehr

Verbesserte Abstimmung der Förderfristen

Bei der Entscheidung über die Förderwürdigkeit eines Projekts hängt das Urteil des Bundes oft von der Einschätzung des Landes ab, und das Land wiederum beruft sich häufig auf die Darstellung der Kommune. Aufeinander abgestimmte Förderantragsfristen sind deshalb unabdingbar. Mehr

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Freie Szene

Nordrhein-Westfalen ist ein starker Produktionsstandort für freischaffende Künstlerinnen, Künstler und Ensembles. NRW besitzt seit den 70er- und 80er-Jahren eine bundesweite Vorreiterfunktion. Die "freie Szene" hat sich zu einem nicht mehr weg zu denkenden Bestandteil der Theaterlandschaft und der kritischen Öffentlichkeit entwickelt. Eine lebhafte künstlerische Entwicklung von Kollektiven der Off-Szene, ihrer Spielstätten in umgenutzten Industriearealen, ihrer Festivals und Netzwerke ging stark von Nordrhein-Westfalen aus. Subkultur, Soziokultur und Off-Künstler erkannten die enormen Möglichkeiten von Produktionsstätten mit Leerstand, die potentiellen Freiräume denkmalgeschützter Industriehallen. Dabei ist die freie Szene grundsätzlich interdisziplinär ausgerichtet, lokal stark verankert sowie überregional und international gut vernetzt.

Bestandsaufnahme:
Eine Bestandsaufnahme wurde vom MFKJKS mit initiiert und gefördert, vom NRW Landesbüro Freie Kultur mit der Kulturpolitischen Gesellschaft durchgeführt und durch einen Beirat aus Vertretern der Theater, des Ministeriums, des NRW Kultursekretariats und des Theaterwissenschaftlichen Instituts der RUB / Bochum begleitet.

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