Gegen Gewalt, Extremismus und Diskriminierung

Bild des Benutzers Flowconcept
Gespeichert von Flowconcept am 9. Februar 2015 - 15:35
Zuschauer bei einer multinationaler Veranstaltung

Gegen Gewalt, Extremismus und Diskriminierung im Sport

Vorgehen gegen Gewalt ist eine wichtige und gesamtgesellschaftliche Aufgabe von Politik und Sport

Das Sportministerium und der Landessportbund NRW mit der Sportjugend NRW sind in der Prävention sexualisierter Gewalt im Sport seit 1999 aktiv und erfolgreich. Verschiedene Initiativen und Projekte informieren und sensibilisieren für dieses Thema.

1 Bewertung
 

Die öffentlich gewordenen Missbrauchsfälle machen deutlich, dass Gewalttaten und gewalttätige Übergriffe ein gesamtgesellschaftliches Problem sind. Sexualisierte und anders geartete Gewalt ist dabei auch im Sport vorzufinden. So treten immer wieder Fälle von seelischer, körperlicher oder sexualisierter Gewalt auf.

Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt im Sport


Der organisierte Sport, in dem Gemeinschaft und Körperlichkeit beim Sporttreiben besonders für Kinder und Jugendliche eine hohe Bedeutung einnehmen, erzeugt so das Interesse potenzieller Täterinnen und Täter. Dabei kann Gewalt sowohl von Sportlerinnen und Sportlern, Trainerinnen und Trainern sowie von Zuschauerinnen und Zuschauern jeden Alters ausgehen.


Zur erfolgreichen Prävention von sexualisierter Gewalt bedarf es einer vernetzten Zusammenarbeit von Behörden, Institutionen und Organisationen, um Missbrauchsfälle schnell erkennen und ahnden zu können. Das nordrhein-westfälische Sportministerium ist bei der Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt im Sport aktiv. Neben der strategischen Intervention steht insbesondere die Vorbeugung im Mittelpunkt der Projekte und Kampagnen.

Kampagne "Schweigen schützt die Falschen"

Gemeinsam mit dem Landessportbund NRW und der Sportjugend NRW wird seit 1999 erfolgreich die Präventionskampagne "Schweigen schützt die Falschen" zur sexualisierten Gewalt im Sport umgesetzt. Die Kampagne erarbeitet und publiziert vor allem Plakate, altersgerechte Informationsmaterialien und Handreichungen.

Weitere Informationen und Publikationen erhalten Sie auf einer CD des Landessportbundes NRW, die hier vorgestellt wird.

10-Punkte-Aktionsprogramm setzt deutliche Zeichen

Ein optimaler Schutz für Kinder und Jugendliche bei der Ausübung ihrer sportlichen Tätigkeit ist die Grundvoraussetzung zum Auf- und Ausbau einer Vertrauensbasis zwischen Eltern und Verein. Schutz und Vertrauen ermöglichen den Kindern und Jugendlichen die Bewahrung von Spielfreude und Unbefangenheit.

Der Landessportbund NRW hat im Jahr 2011 das 10-Punkte-Aktionsprogramms zur "Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt im Sport" verabschiedet. Damit wurde ein klares Zeichen zur konsequenten Unterbindung sexualisierter Gewalt und zum bestmöglichen Schutz von Kindern und Jugendlichen gesetzt.

Das Maßnahmenpaket hat eine umfassende Schutzwirkung zum Ziel. Das Zusammenwirken unterschiedlicher präventiver Maßnahmen und schneller Interventionsmaßnahmen will den nachhaltigen Schutz von Kindern und Jugendlichen sicherstellen. Der 10-Punkte-Aktionsplan sieht neben der Qualifizierung von Ansprechpersonen ebenfalls die Unterzeichnung eines Ehrenkodex und in besonderen Fällen die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses vor.

Weitere Informationen zum 10-Punkte-Aktionsprogramm finden Sie auf der Website des Landessportbundes NRW.

Qualitätsbündnis zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport

dem Jahr 2013 ist das Sportministerium Partner eines "Qualitätsbündnisses zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport". Erfahrene Expertinnen und Experten aus verschiedenen Institutionen diskutieren miteinander, tauschen ihre Erfahrungen aus und planen gemeinsam die Vorgehensweise und Umsetzung des landesweiten Projekts.

Weitere Projektpartner im Qualitätsbündnis sind:

  • der Landessportbund NRW,
  • die Sportjugend NRW,
  • der Stadtsportbund Dortmund,
  • der Stadtsportbund Köln,
  • der Kölner AK "Rote Karte gegen sexualisierte Gewalt im Sport",
  • die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW,
  • der Kinderschutzbund NRW und
  • die Deutsche Sporthochschule Köln als wissenschaftliche Begleitung.

Vor dem Hintergrund der vorhandenen Initiativen in Nordrhein-Westfalen ist es das Ziel dieses Bündnisses, sich besser zu vernetzten, gegenseitig zu stärken und dadurch noch mehr Sportorganisationen für das gemeinsame Anliegen zu sensibilisieren und zu gewinnen. Auf diesem Weg soll ein NRW-weites Bündnis entstehen, das den Kinderschutz und die Prävention von sexualisierter Gewalt als ein besonderes Qualitätsmerkmal von Sportangeboten verankert.

In einer auf zwei Jahre angelegten Testphase haben 35 Sportvereine aus NRW ihre Teilnahme zugesichert. Einen Überblick der 35 Sportvereine finden Sie hier (PDF, 95 KB).

Aktuelles

Die Broschüre "Elternkompass", herausgegeben von Landessportbund NRW und gefördert vom Ministerium, wendet sich gezielt an Eltern, die befürchten, dass ihre Kinder möglicherweise sexualisierter Gewalt im Sportverein ausgesetzt sind. Sie informiert über Fragen zur Prävention, der Achtsamkeit gegenüber möglichen Signalen der Kinder und im Ernstfall einer sensiblen Intervention. Außerdem finden Sie eine Liste mit Kontaktadressen verschiedener Institutionen und geschulte Ansprechpersonen.

Themen

Sport