NRW engagiert sich im Bauhaus Verbund

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Gespeichert von Henning Severin am 14. Januar 2016 - 12:01
21. Januar 2016

NRW engagiert sich im Bauhaus Verbund

2019 wird das Bauhaus 100 Jahre alt. Nordrhein-Westfalen feiert zusammen mit Partnern in Deutschland und aller Welt den Jahrestag eines der bedeutendsten kulturellen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts. Eine Projektwebsite des Bauhaus Verbundes informiert seit heute über Aktivitäten rund um das Jubiläum.

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Das Bauhaus wirkte auch im Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalens. Die damals in der Region angesiedelte Seidenindustrie unterhielt in den zwanziger Jahren vielfältige Verbindungen zum Bauhaus und zu seinem dritten Direktor, Ludwig Mies van der Rohe, der in Krefeld mehrere Bauten realisierte. Es entstand ein kulturell-industrielles Netzwerk aus Vertretern der Avantgarde, Protagonisten der Seidenindustrie und verschiedenen Institutionen, das bis in die Nachkriegszeit Bestand hatte.
 
Zum Bauhaus-Jubiläum 2019 wird in NRW die Bedeutung des Bauhauses als Community und Netzwerk im Kontext der Moderne in Krefeld im Mittelpunkt stehen. Das Projekt wird von Projekt MIK e. V. in Kooperation mit der Stadt Krefeld und dem Land Nordrhein-Westfalen konzipiert. Auf der Projektwebsite www.bauhaus100.de gibt es zahlreiche Informationen über die Aktivitäten der verschiedenen Partner des Bauhaus-Verbundes.
 
Der Bauhaus Verbund, zu dem neben Nordrhein-Westfalen auch die Bundesländer Berlin, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Baden-Württemberg sowie die Bundesregierung gehören, setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der für Kultur und Denkmalpflege zuständigen Ministerien und Vertretern der Klassik Stiftung Weimar, der Stiftung Bauhaus Dessau und des Bauhaus-Archivs/Museum für Gestaltung Berlin zusammen.
 
Grundgedanke der Aktivitäten rund um das Jubiläum ist es, in bester Bauhaus-Tradition zu Experimenten anzuregen und den 100. Geburtstag als Koproduktion mit verschiedensten Partnern an einer Vielzahl von Schauplätzen zu realisieren. Dazu gehört auch, dass Bauhaus erfahrbar zu machen und damit Bauhaus-Geschichte(n) zu erzählen und Ideen zu vermitteln. Es soll auch reflektiert werden und dabei die Vielschichtigkeit und Ambivalenz deutlich werden. Mit Blick auf die heutige Relevanz wird kritisch hinterfragt, angeknüpft, werden Potenziale und Netzwerke aktiviert und produktiv genutzt. Inwieweit steht das Bauhaus noch heute für den Innovationsstandort Deutschland, für interdisziplinäres, kollektives Gestalten und kann Impuls für Veränderung sein? Wer sind die heutigen Avantgarden, die Gestalter von heute für morgen?
 
Bis heute ist das Bauhaus in seiner internationalen Ausprägung der wirkungsvollste und erfolgreichste Exportartikel von Kultur aus Deutschland im 20. Jahrhundert: Die Ideen des Bauhauses auf allen Gebieten der freien und angewandten Kunst, der Gestaltung, der Architektur und Pädagogik verbreiteten sich mit den auswandernden Bauhäuslern in der ganzen Welt, unter anderem in den Vereinigten Staaten, in China, in Israel und der Schweiz, in Japan und Mexiko. Zentral für die Wirksamkeit des Bauhauses war sein globaler Anspruch, die Welt neu zu denken. Es ging um nichts Geringeres als um die Revolution des Alltags mit universalen gestalterischen Mitteln – elementar in der Formensprache, verständlich und zugänglich für alle. Das Bauhaus-Jubiläum lädt ganz bewusst zum Mitmachen ein.

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