Digitale Medien bieten große Chancen für Kinder

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Gespeichert von Henning Severin am 11. März 2016 - 21:01
11. März 2016

Digitale Medien bieten große Chancen für Kinder

"Die Nutzung digitaler Medien ist heute für Kinder selbstverständlich. Wir müssen die Chancen, die damit verbunden sind, nutzen, aber auch den Herausforderungen begegnen", sagte Familienministerin Christina Kampmann beim Kongress "NRW 4.0: Lernen im digitalen Wandel" am 11. März in Neuss.

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"Die Nutzung digitaler Medien ist heute für Kinder selbstverständlich. Wir müssen die Chancen, die damit verbunden sind, nutzen, aber auch den Herausforderungen begegnen", sagte Familienministerin Christina Kampmann beim Kongress "NRW 4.0: Lernen im digitalen Wandel" am 11. März in Neuss. Medien hätten einen prägenden Einfluss auf das Alltagsleben und seien eine wichtige Quelle für Informationen, Unterhaltung und Bildung. "Digitale Medien fördern die Interaktion, auch bei Kindern mit besonderen Bedürfnissen. Deshalb brauchen wir medienkompetente Eltern und Fachkräfte, die im Umgang mit den Medien unterstützen und Vorbild sein können.“

Der Kongress "NRW 4.0" ist einer der zentralen Bausteine eines Dialogprozesses der Landesregierung, bei dem zusammen mit Expertinnen, Experten aus dem gesamten Bildungsbereich ein Leitbild für Nordrhein-Westfalen zum Thema "Lernen im digitalen Wandel" erarbeitet werden soll. In Neuss diskutierten knapp 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber, wie Kitas, Schulen, Hochschulen und die Fachkräfteausbildung noch besser auf die Anforderungen der Digitalisierung vorbereitet werden können.

Ministerin Kampmann diskutierte in Kleingruppen mit Teilnehmern des Workshops. (c) MFKJKS NRW | Foto: Henning Severin

Im Rahmen des Kongresses fanden vier Workshops zu den Themen "Selbstbestimmtes Leben", "Frühkindliche Bildung", "Schule und Weiterbildung im digitalen Wandel", "Hochschule 4.0" und "Fachkräfteausbildung im digitalen Wandel" statt, die sich thematisch an der Bildungskette orientierten. Hier nahm neben Ministerin Kampmann auch die Ministerin für Schule und Weiterbildung, Sylvia Löhrmann, die Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, Svenja Schulze, der Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Franz-Josef Mersch-Lense, sowie der Minister für Arbeit, Integration und Soziales, Rainer Schmelzer, teil.

Im Workshop "Frühkindliche Bildung" sprach Familienministerin Kampmann mit Prof. Dr. Nadia Kutscher (Fachstudiengang Soziale Arbeit, Universität Vechta), Birgit Schäfer-Biermann (Freies Institut für Gesellschaftsfragen) sowie Julia Schierbaum (Erzieherin) und Mechthild Appelhoff (LfM NRW) über Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für Kinder.

Ministerin Kampmann wies in der Diskussion darauf hin, dass Kinder immer früheren Zugang zu digitalen Medien, wie Tablets oder Smartphones, hätten. "Daraus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, die auch in die pädagogische Arbeit der Kitas einbezogen und dort genutzt werden können." Die Ministerin war sich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einig, dass digitale Medien auch für benachteiligte Kinder in Kitas ein großer Gewinn seien.

Im Vordergrund müsse generell eine altersgerechte Nutzung stehen. "Denn Kinder lernen ganzheitlich mit allen Sinnen", so die Ministerin. Sie benötigten Raum und Zeit zur Verarbeitung und Anleitung in ihrem medialen Alltag. "Da wo weitere Orientierungs- und Unterstützungsbedarfe bei den Akteurinnen und Akteuren bestehen, müssen wir ihnen gerecht werden. Unser Ziel ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den digitalen Medien  Dazu gehört auch das Thema Datenschutz."

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion sprachen die Ministerin und alle anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops über neun Thesen, die bei einem Online-Diskurs auf www.bildungviernull.nrw und einem anschließenden Fachgespräch erarbeitet worden sind. Die Ergebnisse der Diskussionen werden auf dem Portal Lernen im digitalen Wandel zur Diskussion gestellt. In einem weiteren Fachgespräch werden die Workshop-Ergebnisse anschließend ausgewertet. Auf dieser Basis wird die Landesregierung ihr Leitbild zum "Lernen im digitalen Wandel" erstellen.

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