Erinnern an Flucht und Vertreibung – Neuausrichtung der Förderung

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Gespeichert von Sabrina Bersheim am 12. April 2017 - 10:42
12. April 2017

Erinnern an Flucht und Vertreibung – Neuausrichtung der Förderung

Die Zahl der Deutschen, die Flucht und Vertreibung in der Folge des Zweiten Weltkriegs persönlich erlebt haben, wird immer kleiner. Nordrhein-Westfalen hat deshalb ein neues Konzept für die Erinnerungsarbeit entwickelt, das das Interesse der nachwachsenden Generationen an der Thematik fördern soll.

 

Die Landeszentrale für politische Bildung im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport hat auf der Grundlage eines Beschlusses des Hauptausschusses des Landtags vom 25.09.2014 ein "Konzept zur Neuausrichtung der Förderung nach § 96 BVFG - Kulturpflege der Vertriebenen und Bildungsarbeit zum Thema 'Flucht und Vertreibung'" erarbeitet. Dabei werden auch Phänomene von Flucht und Vertreibung im zwanzigsten Jahrhundert und die Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Formen von Flucht und Vertreibung einbezogen. Basis des Konzepts sind folgende Eckpunkte:

  • Bei der Erinnerungsarbeit - gerade auch im Hinblick auf das 20. Jahrhundert – kommt es darauf an, erlittenes Unrecht auf allen Seiten anzuerkennen (Erinnerung ohne Aufrechnung) und zugleich die historischen Bezüge zu berücksichtigen.
  • Die Erinnerungsarbeit muss in einen europäischen und - im Hinblick auf aktuelle Ausprägungen von Flucht und Vertreibung - auch in einen weltweiten Kontext gestellt werden. Die Kulturpflege der Vertriebenen könnte hier auch im Rahmen bestehender internationaler Vereinbarungen gewürdigt werden.
  • Die Bildungsarbeit insgesamt wird sich in Richtung einer stärker generationsübergreifenden historisch-politischen Bildung verändern. Dabei spielen neue Bildungsformate, darunter Methoden der politischen Bildung, eine wichtige Rolle. Damit erhält der Bildungsbereich einen ebenso hohen Stellenwert wie die traditionelle Kulturpflege der Vertriebenen, die auch künftig gefördert werden soll.

Das neue Förderkonzept wird umgesetzt durch institutionelle Förderungen, Zuwendungen des Landes an die Landsmannschaften der Oberschlesier und der Siebenbürger Sachsen, Projektförderungen und den Schülerwettbewerb "Begegnung mit Osteuropa".

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