Flüchtlingsgipfel: Integration von Kindern und Jugendlichen verbessern

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Gespeichert von Henning Severin am 15. Juni 2016 - 8:50
14. Juni 2016

Flüchtlingsgipfel: Integration von Kindern und Jugendlichen verbessern

Die Integration von Flüchtlingen in NRW stand im Mittelpunkt des 5. Flüchtlingsgipfels am 14. Juni in Düsseldorf. Kinder- und Jugendministerin Christina Kampmann hat bei der Sitzung die Anstrengungen des Landes unterstrichen, mit denen besonders die Integration junger Flüchtlinge verbessert werden soll. "Die Kinder- und Jugendhilfe kann einen wichtigen Beitrag leisten, die geflüchteten Kinder und Jugendlichen in NRW zu unterstützen und zu fördern. Hierfür haben wir bereits viel getan", erklärte die Ministerin.

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Die Integration von Flüchtlingen in NRW stand im Mittelpunkt des 5. Flüchtlingsgipfels am 14. Juni in Düsseldorf. Kinder- und Jugendministerin Christina Kampmann hat bei der Sitzung die Anstrengungen des Landes unterstrichen, mit denen besonders die Integration junger Flüchtlinge verbessert werden soll. "Die Kinder- und Jugendhilfe kann einen wichtigen Beitrag leisten, die geflüchteten Kinder und Jugendlichen in NRW zu unterstützen und zu fördern. Hierfür haben wir bereits viel getan", erklärte die Ministerin.
 
Insgesamt gibt es bei der Betreuung von Flüchtlingskindern in den Regelstrukturen der Kindertagesbetreuung eine sehr positive Entwicklung. Ministerin Kampmann: "Im Kitajahr 2016/2017 werden über 18.500 neue Betreuungsplätze finanziert. Darüber hinaus fördern wir den weiteren Ausbau an Betreuungsplätzen mit 100 Millionen." Nordrhein-Westfalen habe auf die neuen Bedarfe reagiert und unterstütze die örtlichen und freien Träger der Jugendhilfe.
 
Ein besonders gelungenes Beispiel sind die sogenannten Brückenprojekte. Diese sollen den spielerischen Erwerb der deutschen Sprache sowie den Übergang in eine reguläre Kindertageseinrichtung erleichtern. Neben Eltern-Kind- oder Spielgruppen werden dabei zum Beispiel auch mobile Kindertagesstätten unterstützt. Die Brückenprojekte ermöglichen gleichzeitig, dass die Familien an die reguläre Kindertagesbetreuung herangeführt werden. In diesem Jahr werden hierfür insgesamt 20 Millionen Euro bereitgestellt. Dadurch konnten bisher 680 Maßnahmen mit Angeboten für rund 6.000 Kinder unterstützt werden.
 
Sehr positiv entwickelt sich auch die gleichmäßige regionale Verteilung der knapp 13.000 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge. "Durch die parteiübergreifende Zusammenarbeit im Landtag und dem guten und engen Dialog mit den zivilgesellschaftlichen Organisationen konnten wir dafür sorgen, dass die Kinder und Jugendlichen auf alle Jugendamtsbezirke verteilt werden", so Ministerin Kampmann. "Mit diesem Schritt verbessern wir die Integrationschancen der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge."
 
Bei der Integration spielen auch die Jugendarbeit und die Jugendsozialarbeit eine wichtige Rolle. Die Landesregierung hat mit einem Förderprogramm insbesondere auf die akuten Bedarfslagen der offenen, verbandlichen und kulturellen Jugendarbeit und der Initiativen- und Jugendsozialarbeit reagiert. Das Land ermöglicht Förderungen, die sich an den Bedarfen vor Ort orientieren. Mit 3,5 Millionen Euro werden derzeit mehr als 400 Projekte unterstützt.
 
Am Flüchtlingsgipfel, der von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft geleitet wurde, nahmen neben Kinder- und Jugendministerin Christina Kampmann auch weitere Kabinettsmitglieder teil. Dazu gehörten dazu: Ralf Jäger (Inneres und Kommunales), Sylvia Löhrmann (Schule und Weiterbildung, stellv. Ministerpräsidentin), Barbara Steffens (Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter), Rainer Schmeltzer (Arbeite, Integration und Soziales) und Franz-Josef Lersch-Mense (Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei). Gemeinsam diskutierten sie mit Vertreterinnen und Vertretern von Flüchtlings- und Wohlfahrtsorganisationen, Kommunaler Spitzenverbände, Wirtschaft, DGB, Arbeitsverwaltung, Kirchen, Verbänden und den Fraktionsvorsitzenden der im NRW-Landtag vertretenen Parteien.

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