Freier Eintritt in Museen für Kinder und Jugendliche

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Gespeichert von Henning Severin am 17. März 2016 - 16:39
17. März 2016

Freier Eintritt in Museen für Kinder und Jugendliche

Kulturministerin Christina Kampmann spricht sich für eine Prüfung aus, ob Kindern und Jugendlichen kostenloser Eintritt in zahlreiche Museen ermöglicht werden kann. "Freier Eintritt in Museen ermöglicht mehr kulturelle Teilhabe von Anfang an. Wir als Landesregierung leisten gerne unseren Beitrag dazu, hier noch weiter voran zu kommen", erklärte die Ministerin am 17. März im Düsseldorfer Landtag.

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Konkret geht es um einen Antrag der Regierungsparteien, Kindern und Jugendlichen bis 21 Jahre freien Eintritt in alle Dauerausstellungen und Präsentationen der Sammlungen und Einrichtungen, bei denen das Land Stifter, Mitstifter oder maßgeblich an der Förderung beteiligt ist. Führungen sind vom Vorschlag ausgenommen.
 
Daneben soll geprüft werden, wie kostenfreie Besuche auch für die Freiwilligen im Freiwilligen Sozialen Jahr, im Freiwilligen Ökologischen Jahr  und im Bundesfreiwilligendienst, die ihren Dienst in NRW absolvieren, möglich sind. "Möglichst allen Menschen in NRW Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen ist zentrales Ziel für Landesregierung", erklärte die Ministerin.
 
Zu den Museen, bei denen ein freier Eintritt geprüft werden soll, zählen: Stiftung Kunstsammlung NRW, Stiftung Insel Hombroich und die Stiftung Museum Schloss Moyland. Das Ruhr Museum gewährt bereits seit 2014 Kindern und Jugendlichen freien Eintritt bis zum 18. Geburtstag. In der Kunstsammlung des Landes in Kornelimünster (Kunsthaus NRW) ist der Eintritt für alle Besucherinnen und Besucher kostenfrei. Ministerin Kampmann wies darauf hin, dass sich die Mehrzahl der Museen in Nordrhein-Westfalen in kommunaler Trägerschaft befänden: "Das Land NRW hat hier keine Möglichkeiten, die Eintrittsregelungen generell zu beeinflussen."
 
In Zeiten des gesellschaftlichen Wandels komme der Frage nach dem Umgang mit kulturellen Unterschieden eine wichtige Rolle zu, so Ministerin Kampmann. "Museen sind Foren für den Dialog in Stadt und Region. Sie bringen Menschen zusammen und ermöglichen unmittelbare Begegnung mit Kunst."
 
Kulturministerin Kampmann wies darauf hin, dass viele Museen bereits positive Erfahrungen mit kostenlosen Eintritten für ständige Sammlungen gemacht hätten, darunter die Kunsthallte Bielefeld und das Folkwang Museum Essen. Ähnliche Erfahrungen hätten auch Museen im europäischen Ausland gemacht. So seien die Besucherzahlen dort stark angestiegen. "Die Türen der Museen in Nordrhein-Westfalen müssen sich auch weiterhin öffnen. Wir müssen dabei auch an die Besucher von morgen denken." Es gehe um die Bindung von Menschen an ein Museum und die Erschließung neuer Besuchergruppen.
 
Das Kulturministerium habe in der Vergangenheit bereits erste Gespräche geführt und möchte das Thema weiter verfolgen. Dabei soll es auch um die Frage von Kostenkompensationen und die Erarbeitung eines Konzepts auf Basis vorliegender Erfahrungen gehen.

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