Frühe Bildung: Wandel gestalten und Chancen nutzen

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Gespeichert von Henning Severin am 17. Februar 2016 - 14:16
13. Februar 2016

Frühe Bildung: Wandel gestalten und Chancen nutzen

Bei der Unterbezirkskonferenz der AWO Dortmund am 13. Februar unterstrich Familienministerin Christina Kampmann die zunehmende Bedeutung der Frühen Bildung: "Wir wollen diesen Wandel gestalten und die Chancen nutzen. In den ersten drei Lebensjahren wird das Fundament in der Bildungsbiographie gelegt." Die Landesregierung habe die Frühe Bildung deutlich gestärkt und weiterentwickelt. Diesen Weg wolle man nun mit einem neuen Kita-Gesetz weitergehen.

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Angesichts sozialer Ungleichheit sei es für Kinder aus sozial benachteiligten Familien wichtig, dass sie schon früh eine Kita besuchten oder zu einer Tagesmutter gingen. "Dann haben sie viel bessere Chancen auf schulischen Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe", erklärte Ministerin Kampmann. Für die Frühe Bildung gelte daher, dass Kinder individuell gefördert werden müssten. "Unsere Leitlinie lautet: Ungleiches ungleich behandeln." Tageseinrichtungen, die in ihrem sozialen Umfeld besonders ausgleichen müssen, würden daher besonders unterstützt. "Es sollte selbstverständlich sein, dass Kinder und Familien, die es schwer haben, unsere besondere Solidarität und Unterstützung erhalten", sagte die Ministerin.
 
Mit dem Landesmodellvorhaben "Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor" sammelt die Landesregierung Erfahrungen, wie durch Präventionsarbeit allen Kindern – unabhängig von ihrer sozialen Herkunft – die gleichen Chancen auf gute Bildung und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht werden können.
 
Vor dem Hintergrund der Flüchtlingskinder in Nordrhein-Westfalen wies Ministerin Kampmann darauf hin, dass auch sie einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr hätten. "Wir haben Mittel für mehr Plätze eingeplant. Das Land fördert und bewilligt alle Plätze, die von den Jugendämtern angemeldet werden." Dies gelte auch für Plätze, die innerhalb eines Kindergartenjahres nachgemeldet würden. Insgesamt sind die Landesmittel für die Frühe Bildung auf mehr als zwei Milliarden Euro verdoppelt worden, so dass Qualität und Personal erhöht werden können.
 
Bis zum Ende der aktuellen Wahlperiode wollen sich Land und Kommunen auf Eckpunkte für ein neues Kita-Gesetz verständigen. Hierbei, so Ministerin Kampmann, sei auch die Expertise der freien Träger, wie die der AWO, gefragt. "Personalschlüssel, Qualitätsstandards und das gesamte Finanzierungssystem sollen auf den Prüfstand", erklärte Kampmann. "Dabei will ich auch das Thema 'Randzeitenbetreuun'  voranbringen." Bei diesen Planungen komme den freien Trägern eine besondere Rolle zu: "Sie sind ein wichtiger Partner im Bereich der Frühen Bildung." Die zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisteten eine vorbildliche Arbeit. "Dafür möchten ich Ihnen herzlich danken!"

Als Anerkennung überreichte Ministerin Kampmann Urkunden an langjährige Mitglieder der AWO Dortmund.

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