Gedenken an die Opfer des Holocaust

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Gespeichert von Henning Severin am 25. Januar 2016 - 12:29
27. Januar 2016

Gedenken an die Opfer des Holocaust

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee befreit. Der „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ wird am 27. Januar jedes Jahr weltweit begangen. Zu diesem Datum bieten auch die NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in Nordrhein-Westfalen Veranstaltungen an.

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Seit 1996 wird am Holocaust-Gedenktag an die mehr als sechs Millionen Juden gedacht, die durch die Nationalsozialisten umgebracht worden sind. Erinnert wird auch an die zahlreichen weiteren Opfer: Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene. Gedacht wird an diesem Tag ebenfalls den Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden.
 
In NRW gibt es 26 Gedenkstätten, die 71 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz und dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf unterschiedliche Art und Weise an die Opfer erinnern. Dazu gehören:

 
Eine Übersicht aller Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen gibt es auf der Website des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW e. V.
 
Zum Holocaust-Gedenktag hat die Landeszentrale für politische Bildung NRW eine neue Filmdokumentation  mit dem Titel „Junge Muslime in Auschwitz“ im Programm. Er begleitet zehn junge Männer zwischen 16 und 21 Jahren mit türkischen, kurdischen und arabischen Wurzeln, die sich ein eigenes Bild vom größten Vernichtungslager der Nationalsozialisten machen wollten. Aufgewachsen sind viele von Ihnen mit Zweifeln am Holocaust und Vorurteilen gegenüber Juden. Der Verein "Offene Jugendarbeit" in Duisburg hat deswegen dieses Reiseangebot gemacht: "Wir als Muslime in Deutschland sollten uns endlichem diesem Thema Antisemitismus in unserer eigenen Community stellen", sagt Gruppenleiter Burak Yilmaz. "Ich hab Hass verspürt gegen die Nazis, ich war wütend - aber ich war auch traurig", sagt Samed nach seinem Besuch in der Gedenkstätte Auschwitz.
 
Zum Projekt gehört auch das Theaterstück "Coexist", in dem die jungen Männer ihre Eindrücke aus dem KZ auf den aktuellen Nahost-Konflikt übertragen und verarbeiten. "Wir wollen keinen Krieg. Was wir wollen ist: Reden!!"

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