Geschlechtsspezifische Jugendarbeit

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Gespeichert von chefredakteur am 4. Dezember 2014 - 11:45
Vier Mädchen und eine Leiterin legen sich gegenseitig die Arme auf die Schultern und bilden einen Kreis

Geschlechtsspezifische Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen

Landesregierung fördert eigene Programme für Mädchen und Jungen in der Jugendarbeit

Dass Mädchen und Jungen entsprechend ihren geschlechtsspezifischen Interessen und Neigungen gefördert werden müssen, wurde lange Zeit kaum berücksichtigt. Inzwischen ist diese Notwendigkeit mehr in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Durch geschlechtsspezifische Förderprogramme für Jungen und Mädchen will die Landesregierung diesem Mangel entgegenwirken.

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Mädchen und Jungen haben unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse und Neigungen. Die Kinder- und Jugendarbeit stellt sich daher die Aufgabe, ihre Angebote in einem stärkeren Maß geschlechtsspezifisch auszurichten. Diese politische Zielsetzung entspricht auch den rechtlichen Regelungen im Rahmen der Europäischen Union (Vertrag von Amsterdam 1997) und findet ihre Entsprechung in § 9 Absatz 3 SGB VIII. Darüber hinaus ist das Leitprinzip des Gender-Mainstreamings in § 4 des Dritten Gesetzes zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes; Gesetz zur Förderung der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes – Kinder- und Jugendfördergesetz – (3. AG-KJHG – KJFöG) des Landes Nordrhein-Westfalen geregelt.

Besondere Angebote für Mädchen und Jungen

Für den Bereich der Mädchenarbeit bedeutet dies vor allem den Aufbau eigenständiger pädagogischer Angebote für Mädchen sowie eine verbesserte Berücksichtigung der Interessen von Mädchen in koedukativen Angeboten. Daher werden die Fachstellen für Mädchenarbeit und insbesondere auch Projekte für Mädchen aus dem Kinder- und Jugendförderplan gefördert.

Für den Bereich der Jungenarbeit stehen die fachliche Weiterentwicklung der geeigneten pädagogischen Ansätze sowie der Aufbau der Struktur der Jungenarbeit im Zentrum. Ein wichtiges Ziel der Jungenarbeit ist es, das partnerschaftliche Verhalten und die Fähigkeit zur gewaltfreien Konfliktlösung zu stärken. Hierfür fördert das Land aus dem Kinder- und Jugendförderplan die Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit Nordrhein-Westfalen und einzelne Projekte.

Ein zentrales Handlungsfeld der geschlechtsspezifischen Jugendarbeit ist der Ansatz des Gender-Mainstreamings. Die Vermittlung und Umsetzung dieser Strategie in der Jugendhilfe wird unterstützt durch die über den Kinder- und Jugendförderplan geförderte Fachstelle Gender NRW.

Nähere Informationen über Gender-Mainstreaming in der Kinder- und Jugendhilfe, Mädchen- und Jungenarbeit sowie über konkrete Projekte erhalten Sie auf den Websites von FUMA Fachstelle Gender NRW, der Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenarbeit in NRW e.V. und der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit NRW e.V.

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Jugend