"Integration von Anfang an ist das Ziel"

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Gespeichert von Henning Severin am 1. März 2016 - 10:38
29. Februar 2016

"Integration von Anfang an ist das Ziel"

Familienministerin Christina Kampmann hat im Interview mit dem Westfalen-Blatt Bielefeld (Ausgabe vom 29. Februar 2016) betont, wie wichtig die Integration von Flüchtlingskindern in NRW ist. Es sei entscheidend, die Kinder möglichst zügig in die Kitas zu bekommen. "Diese Integration von Anfang an ist das Ziel."

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Familienministerin Christina Kampmann hat im Interview mit dem Westfalen-Blatt Bielefeld (Ausgabe vom 29. Februar 2016) betont, wie wichtig die Integration von Flüchtlingskindern in NRW ist. Es sei entscheidend, die Kinder möglichst zügig in die Kitas zu bekommen. "Diese Integration von Anfang an ist das Ziel."
 
Einen verpflichtenden Kita-Besuch für Flüchtlingskinder lehnt die Ministerin ab. "Das fände ich ziemlich problematisch. Das wird es mit uns nicht geben." Sie wolle hingegen viele Anreize schaffen, damit Flüchtlingskinder in die Kitas gehen. "Deshalb müssen wir die Eltern davon überzeugen, dass frühkindliche Bildung etwas Gutes ist." Auch die Integration von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, von denen 13.000 in Nordrhein-Westfalen leben, sei sehr wichtig. "Unser Arbeitsschwerpunk muss sein, diese jungen Leute zu integrieren“, so die Ministerin. "Wir wollen denen, die hier bleiben könne, eine gute Perspektive bieten."

Ministerin Kampmann unterstrich erneut, dass die Unterbringung von Flüchtlingen in Sporthallen nur eine temporäre Lösung sein dürfe: "Die Belegung kann keine längerfristige Maßnahme sein, weil der Vereinssport eingeschränkt wird."
 
Im Interview mit dem Westfalen-Blatt erläuterte die Ministerin ebenfalls ihre Pläne für ein neues Kita-Gesetz. Eckpunkte sollen hier Ende des Jahres vorliegen. "Es ist Zeit für ein neues Kita-Gesetz", erklärte die Familienministerin. Dabei wolle sie alle Akteure, die damit zu tun hätten, einbinden. Die finanzielle Beteiligung des Landes werde dabei steigen. "Aktuell stehen uns nach dem gerichtlichen Aus für das Betreuungsgeld in NRW 431 Millionen Euro mehr für die frühkindliche Bildung zu Verfügung. Das setzen wir zum Kindergartenjahr 2016/2017 um. Davon sind 100 Millionen als Investitionsmittel vorgesehen."
 
Das ganze Interview können Sie hier nachlesen.

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