Kinder- und Jugendformate erhalten Grimme-Preis

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9. März 2016

Kinder- und Jugendformate erhalten Grimme-Preis

Die Gewinner des 52. Grimme-Preises 2016 stehen fest. In der vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Wettbewerbskategorie "Kinder & Jugend" werden die Produktionen "Club der roten Bänder" (VOX) und "ENE MENE BU" (KiKa) ausgezeichnet. Diese Entscheidung gab das Grimme-Institut heute in Essen bekannt.

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Für "Club der roten Bänder" erhalten Arne Nolting und Jan Martin Scharf (Buch und Regie), Gerda Müller und Jan Kromschröder (Produktion) sowie Tim Oliver Schultz (Darstellung) einen Grimme-Preis. In der Serie wird erzählt, wie eine Gruppe junger Patienten in einem Krankenhaus engste Freunde werden. Diana Jung, Peter Kroker und Matthias Franzmann werden für die Redaktion der Mitmach-Sendung "ENE MENE BU" ausgezeichnet. Das Format lädt junge Zuschauer ein, durch Malen und Basteln kreativ zu werden.

Grimme-Direktorin Dr. Frauke Gerlach: "Die neue Wettbewerbskategorie soll für die Sender eine Motivation sein, noch mehr Formate in diesem Bereich zu entwickeln." (c) MFKJKS NRW | Foto: Henning Severin

Die Wettbewerbskategorie „Kinder & Jugend“ gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal. Sie ergänzt die drei bestehenden Kategorien "Fiktion", "Information & Kultur" und "Unterhaltung". Die Direktorin des Grimme-Instituts, Dr. Frauke Gerlach, wünschte sich bei der Bekanntgabe der Preisträgerinnen und Preisträger weitere Formate für Kinder und Jugendliche: "Die neue Wettbewerbskategorie soll für die Sender eine Motivation sein, noch mehr Formate in diesem Bereich zu entwickeln. Der Kinderbereich bietet traditionell viele gute Formate, aber im Jugendbereich ist noch Luft nach oben." Sie sei deshalb sehr gespannt, wie sich das Angebot in Zukunft entwickeln werde.

Brigitte Zeitlmann, Medienwissenschaftlerin und Jurymitglied, unterstrich, was bei der Preisfindung in der Kategorie „Kinder & Jugend“ eine Rolle gespielt hat: "Wichtig war für uns zu sehen, dass die Macher den Kinder und Jugendlichen auf Augenhöhe begegnen." Bei den 15 nominierten Produktionen in diesem Bereich habe es viele Genres und eine wahnsinnige Spannbreite gegeben. "Die neue Wettbewerbskategorie ist formatübergreifend und gibt uns eine große Möglichkeit, tolle Dinge auszuzeichnen."

Insgesamt werden in diesem Jahr 54 Grimme-Preise an 52 Preisträgerinnen und Preisträger vergeben. 11 Produktionen stammen von öffentlich-rechtlichen Sendern, vier vom Privatfernsehen. Weitere Preisträgerinnen und Preisträgern sind unter anderem Olli Dittrich, Jan Böhmermann und Ruth Reinecke. Der Grimme-Preis gilt als renommiertester Fernsehpreis Deutschlands.

Die Verleihung, an der auch Kulturministerin Kampmann teilnehmen wird, findet am 8. April im Theater der Stadt Marl statt. Sie ist im Livestream auf www.3sat.de zu sehen und wird zeitversetzt um 22.35 Uhr auf 3sat im Fernsehen gezeigt. Moderator ist in diesem Jahr erneut Jörg Thadeusz.

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