Kultur und Alter

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Gespeichert von Flowconcept am 12. Januar 2015 - 18:06
Ältere Graffiti-Sprüher vor einer Wand

Kultur kennt keine (Alters-)Grenzen

Kulturelle Teilhabe bis ins hohe Alter ermöglichen

Angesichts der steigenden Zahl älterer Menschen in unserer Gesellschaft wächst auch im Bereich der Kultur und Kulturvermittlung der Bedarf an Angeboten für diese Zielgruppe. Die Kulturbetriebe und Kulturschaffende sind gefragt, die Lebenserfahrungen und -umstände älterer Menschen zu berücksichtigen und es ihnen zu ermöglichen, sich kulturell zu beteiligen, denn mehr Kulturteilhabe im Alter kann zum Gewinn für beide Seiten werden.

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Viele Bürgerinnen und Bürger der älteren Generation sind kulturell interessiert und engagiert. Durch mehr freie Zeit und ein längeres gesundes Leben sind sie heute oft bis ins hohe Alter in der Lage, am kulturellen Leben teilzuhaben oder es aktiv mitzugestalten. Die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur ist für viele ältere Menschen ein Schlüssel zu sozialer Teilhabe und höherer Lebensqualität. Dies gilt auch für Menschen mit altersbedingten Einschränkungen oder einer Demenz. Kulturteilhabe bietet nicht nur Freude und Sinnstiftung durch künstlerisches Tun und kulturelles Engagement. Sie vermittelt auch soziale Orientierung und Beteiligung sowie kommunikative und gestaltende Kompetenzen als Rüstzeug für eine gelingende und aktive Lebensphase Alter.

Der demografische Wandel stellt somit auch den Kulturbetrieb vor neue Herausforderungen. Kulturelle Angebote müssen sich künftig stärker an ein sehr heterogenes Nutzerspektrum richten und sich auf die Interessen und Ansprüche der verschiedenen Generationen einstellen. Kulturelle Bildung und Vermittlung sollte nicht nur Angebote für Kinder und Jugendliche, sondern auch für ältere Menschen umfassen und auf ihre Interessen und Bedürfnisse eingehen. Es gilt (neue) Angebotsformen für Ältere zu entwickeln und sie sowohl als Publikum zu gewinnen als auch als aktive Nutzerinnen Nutzer einzubinden, um kulturelle und somit auch gesellschaftliche Teilhabe so lange wie möglich gewährleisten zu können.

"kubia – Kompetenzzentrum für Kultur und Bildung im Alter"

Die Landesregierung unterstützt mit "kubia" ein Kompetenzzentrum für Kultur und Bildung im Alter, das am Institut für Bildung und Kultur e.V. in Remscheid angesiedelt ist. Seine Aufgaben sind die Information, Beratung, Vernetzung, Forschung und Qualifizierung im Themenfeld Kultur und Alter. Weitere Informationen zu "kubia" und zum Forum für Theater in NRW "Theatergold" können Sie gern unter nachstehenden Links abrufen:

Förderfonds Kultur & Alter: Neue Ideen für die Kulturarbeit mit Älteren

Mit dem Förderfonds Kultur & Alter möchte die Landesregierung innovative Formen der Kulturteilhabe Älterer in Nordrhein-Westfalen anregen. Sie fördert Projekte, die älteren Menschen den aktiven Zugang zu Kunst und Kultur erleichtern. Gleichzeitig leistet sie damit einen aktiven Beitrag zur Erhaltung und Weiterentwicklung der Lebensqualität älterer Menschen. Mit der Öffnung kultureller Institutionen für eine zeitgemäße Altenkulturarbeit entstehen neue Möglichkeiten des künstlerischen Zusammenwirkens mit Akteuren aus der sozialen Altenarbeit.

Lesen Sie mehr zu Zielen, Bewerbungs- und Antragsverfahren des Förderfonds "Kultur & Alter".

Förderfonds "Kultur & Alter" – Ziele, Bewerbungs- und Antragsverfahren

Die Ziele des Förderfonds

Das Land Nordrhein-Westfalen möchte durch den Förderfonds Kultur & Alter Projekte unterstützen, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Entfaltung der kulturellen Bedürfnisse und Fähigkeiten älterer Menschen zu fördern. Es leistet damit einen Beitrag zur Erhaltung und Weiterentwicklung sozialen Teilhabe und Lebensqualität hin zu einem aktiven Altern.

Mit der Ausschreibung des Förderfonds Kultur & Alter sollen Angebot und Qualität von Kulturarbeit mit Älteren verbessert werden. Die Ausschreibung erfolgt vorbehaltlich der jeweiligen Entscheidung des Landtags über den jährlichen Landeshaushalt.

Bewerben können sich alle nordrhein-westfälischen Kulturschaffenden, kommunale und freie Kulturinstitutionen sowie Einrichtungen der sozialen Altenarbeit, die in Zusammenarbeit mit einer Künstlerin, einem Künstler oder einer Kultureinrichtung ein künstlerisches Projekt mit älteren Menschen umsetzen. Die Projekte müssen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt werden.

Welche Ziele im Einzelnen förderfähig sind, ist den Förderkriterien (PDF, 164 KB) zu entnehmen. Im Jahr 2014 wurden zum Beispiel insbesondere solche Projekte gefördert, die sich mit interkulturellen Aspekten der Altenkulturarbeit beschäftigten.

Das Bewerbungs- und Antragsverfahren zum Förderfonds

Für die Auswahl der durch den Förderfonds Kultur & Alter, vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel, zu fördernden Projekte des Folgejahres reichen die Antragstellenden bis zum 10. Oktober eines jeden Jahres zunächst eine Projektskizze beim Kompetenzzentrum für Kultur und Bildung im Alter, Remscheid (kubia) ein.

Dazu ist das Formular Projektdatenblatt (PDF, 42 KB) auszufüllen, in dem alle relevanten Eckdaten zum geplanten Projekt abgefragt werden.

Die eingereichten Projektdatenblätter werden nach Ablauf der Antragsfrist einem Fachbeirat vorgelegt, der im landesweiten Vergleich die Projekte auswählt, die zur Förderung empfohlen werden. Für die so empfohlenen Projekte ist dann bis zum 15. November eines jeden Jahres bei der zuständigen Bezirksregierung ein ausführlicher Projektantrag zu stellen. Diese prüft abschließend, ob und in welcher Höhe die Bewilligung einer Landeszuwendung erfolgt.

Grundlage für die Bewerbung, Antragstellung und Förderung sind die Förderkriterien (siehe oben). Diese enthalten auch Angaben dazu, wann eine Antragstellung sinnvoll ist und welche Antragsfristen für die kommenden Jahre einzuhalten sind. Die geförderten Projekte werden nach Projektabschluss im Rahmen eines Projektforums der Öffentlichkeit präsentiert.

Ihre Bewerbung

Bitte senden Sie das Projektdatenblatt per E-Mail bis zum 10. Oktober an foerderfonds@ibk-kultur.de.

Beratung

Almuth Fricke
Telefon: 02191 794-294
foerderfonds@ibk-kultur.de

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Kultur