Kulturelle Höhepunkte der nächsten Monate

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Gespeichert von Henning Severin am 7. März 2016 - 10:16
7. März 2016

Kulturelle Höhepunkte der nächsten Monate

Musik, Theater oder Film: Kunst- und Kulturinteressierte können sich in den nächsten Monaten auf zahlreiche Höhepunkte in Nordrhein-Westfalen freuen. Große nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler zeigen zwischen Rhein und Ruhr ihr Können. Eine Übersicht über die Termine, die man sich dick im Kalender markieren sollte.

 

Im K20 der Kunstsammlung NRW ist zum ersten Mal eine repräsentative Auswahl aus Gabriele Henkels über Jahrzehnte gewachsener Sammlung zu sehen, die zu den bedeutendsten in Deutschland zählt. Das Spektrum der Ausstellung "Henkel - Die Kunstsammlung" reicht von der Klassischen Moderne über die Abstraktion des 20. Jahrhunderts bis zur Kunst fremder Kontinente und wird vom 9. April bis zum 14. August 2016 gezeigt.
 
Das Klavier-Festival Ruhr bringt jedes Jahr weltbekannte Pianisten genauso wie hoffnungsvolle Talente ins Ruhrgebiet. An 23 Orten finden knapp 70 Konzerte statt. Eröffnet wird das Festival am 15. April von Arcadi Volodos. Bis zum 10. Juli folgen Interpretinnen und Interpreten wie Hélène Grimaud, Martha Argerich, Lang Lang, Martin Stadtfeld oder Igor Levit.
 
Beim Festival "Acht Brücken" wird Köln vom 30. April bis 10. Mai zum Zentrum der Neuen Musik. Nicht weniger als vierzehn Uraufführungen stehen auf dem Programm, "Glaube und Hoffnung" lautet das Thema. Musiziert wird nicht im Elfenbeinturm, sondern mit dem Anspruch, ein möglichst breites Publikum zu erreichen. So wird am 1. Mai etwa Olivier Messiaens Großchorwerk "La Transfiguration de Notre-Seigneur Jésus-Christ" in der Kölner Philharmonie dargeboten – bei freiem Eintritt.
 
Das Ruhr Museum widmet sich mit der Ausstellung "Rock und Pop im Pott" vom 5. Mai 2016 bis 28. Februar 2017 der jüngeren Musikgeschichte des Ruhrgebiets. Angefangen im Jahr 1956, in dem der Film »Außer Rand und Band« mit Bill Haley Tumulte in Dortmund auslöste, verfolgt die Ausstellung die Entwicklung der Popularmusik im Revier – von Krautrock über die Neue Deutsche Welle bis hin zur Weltmusik.
 
Mit einem Kulturvolksfest am 1. Mai beginnen in Recklinghausen die Ruhrfestspiele. Das Theaterfestival feiert in diesem Jahr seinen 70. Gründungstag und steht unter dem Motto "Mittelmeer – Mare Nostrum". Nicht weniger als 17 Uraufführungen stehen auf dem Programm, darunter das neueste Werk des Büchner-Preisträgers Tankred Dorst: "Das Blau in der Wand". Die Ruhrfestspiele dauern bis zum 19. Juni.
 
Im Mai richten sich die Blicke der Filminteressierten für fünf Tage nach Oberhausen. Vom 5. bis zum 10. Mai finden dort die 62. Oberhausener Kurzfilmtage statt. Das Themenprogramm widmet sich in diesem Jahr mit "El pueblo" dem lateinamerikanischen Film. Die Kurzfilmtage sind das weltweit älteste Festival dieser Art. Hier brachten Alexander Kluge, Edgar Reitz und ein paar andere Regisseure 1962 den neuen deutschen Film auf den Weg.
 
Emscherkunst, so hieß eines der großen Projekte, das zum Kulturhauptstadtjahr 2010 aus der Taufe gehoben wurde. Kunst am Ufer des Flusses, der lange als Abwasserkanal des Reviers diente und im Pott auch gerne "Köttelbecke" genannt wird. Vom 4. Juni bis zum 18. September geht die Emscherkunst in die dritte Runde: mit Arbeiten von Erik van Lieshout, Ai Weiwei und weiteren Künsterlinnen und Künstlern.
 
Herausragende Arbeiten der deutschsprachigen freien Theaterszene versammelt das Festival Impulse, das vom 16. bis zum 25. Juni in Düsseldorf, Köln und Mülheim an der Ruhr zu sehen ist. Auch internationale Auftragsproduktionen kommen nach Nordrhein-Westfalen gereist. Künstler wie Rimini Protokoll oder René Pollesch wurden bei den "Impulsen" einst erstmals einem größeren Publikum vorgestellt. Ein Pflichttermin für alle, die sich für den Diskussionsstand in Sachen Theater und Performance interessieren.

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