Kulturministerin Kampmann lobt Gedenkstättenarbeit in NRW

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Gespeichert von Henning Severin am 13. April 2016 - 8:57
11. April 2016

Kulturministerin Kampmann lobt Gedenkstättenarbeit in NRW

Kulturministerin Christina Kampmann hat am 11. April die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg in Büren besucht. Dabei lobte sie die Gedenkstättenarbeit in NRW: "Wir sind stolz darauf, dass sich in Nordrhein-Westfalen so viele Bürgerinnen und Bürger für eine lebendige Erinnerungskultur engagieren", sagte die Ministerin. "Viele Zeitzeugen werden bald schon nicht mehr unter uns sein. Deswegen kommt der Geschichtsvermittlung eine besondere Bedeutung zu." Bei ihrem Besuch begrüßte sie auch zwei Vertreterinnen des German Desk der International School for Holocaust-Studies, Yad Vashem, die sich zu einem Arbeitsbesuch in Büren aufhalten.

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Kulturministerin  Christina Kampmann hat am 11. April die Erinnerungs- und Ge-denkstätte Wewelsburg in Büren besucht. Dabei lobte sie die Gedenkstättenarbeit in NRW: "Wir sind stolz darauf, dass sich in Nordrhein-Westfalen so viele Bürgerinnen und Bürger für eine lebendige Erinnerungskultur engagieren", sagte die Ministerin. "Viele Zeitzeugen werden bald schon nicht mehr unter uns sein. Deswegen kommt der Geschichtsvermittlung eine besondere Bedeutung zu." Bei ihrem Besuch begrüßte sie auch zwei Vertreterinnen des German Desk der International School for Holocaust-Studies, Yad Vashem, die sich zu einem Arbeitsbesuch in Büren aufhalten.

Täter- und Opferort zugleich: Beim Rundgang besuchte Ministerin Kampmann die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS". (c) MFKJKS NRW | Foto: Jörg Rodermund

Die Wewelsburg ist sowohl Täter-, als auch Opferort. Die SS wollte in dem Schloss eine zentrale ideologische Versammlungsstätte einrichten. Im eigens für die geplanten Umbaumaßnahmen errichteten Konzentrationslager ganz in der Nähe starben mindestens 1.285 Menschen. In der Wewelsburg befindet sich heute eine Abteilung des Kreismuseums Wewelsburg mit der Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS". Zugleich wird hier der Opfer der SS-Gewalt gedacht. Ministerin Kampmann: "Ich begrüße die Zusammenarbeit zwischen der Wewelsburg und Yad Vashem ausdrücklich." Der Besuch unterstreiche die vertiefte Zusammenarbeit, die zwischen der Gedenkstätte in Jerusalem und dem Land NRW vereinbart worden sei. Die Ministerin berichtete auch von ihrem Besuch in Yad Vashem, der sie sehr beeindruckt habe.

Erklärtes Ziel der Landesregierung ist, die Gedenkstätten strukturell besser abzusichern. Die Landesmittel zur Förderung sind in den letzten Jahren wiederholt erhöht worden. Sie sollen auch in diesem Jahr weiter ausgebaut werden. Die 26 NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in ganz Nordrhein-Westfalen erforschen und dokumentieren Namen, Lebenswege und Leistungen der Verfolgten, Vertriebenen und Ermordeten. Daneben haben sie in Zusammenarbeit mit Polizeidienststellen und anderen Behörden viele Verbrechen des NS-Regimes untersucht. Diese Kooperation hat meist zur Fortsetzung der Zusammenarbeit in der Aus- und Fortbildung geführt, wie zu konkreten Konsequenzen für das gegenwärtige Handeln im Beruf.

Die Landesregierung setzt sich für die Förderung der Erinnerungskultur ein. Dabei fällt sie in die Zuständigkeit der Landeszentrale für politische Bildung NRW, die zum Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport gehört. Kernaufgaben der Landeszentrale für politische Bildung sind die historisch-politische Bildung und die Förderung der Gedenkstättenarbeit. Eine Übersicht über alle NS-Gedenkstätten und –Erinnerungsorte gibt es hier.

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