Kunsthaus NRW Kornelimünster zeigt Arbeiten von Benjamin Houlihan und macht "Offenes Depot" zugänglich

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Gespeichert von Henning Severin am 30. März 2016 - 10:44
30. März 2016

Kunsthaus NRW Kornelimünster zeigt Arbeiten von Benjamin Houlihan und macht "Offenes Depot" zugänglich

Vom 3. April bis 15. Mai zeigt das Kunsthaus NRW Kornelimünster Arbeiten des Düsseldorfer Bildhauers Benjamin Houlihan. Parallel dazu wird erstmals das "Offene Depot" zugänglich, das Kunstlager und Sammlungspräsentation in einem ist. Unter dem Motiv formaler Grundelemente werden weitere Bestände der Förderankäufe des Landes NRW sichtbar.

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Im Rahmen der Ausstellungsreihe über junge Künstlerinnen und Künstler aus Nordrhein-Westfalen bespielt Bildhauer Benjamin Houlihan den Saal und Garten des Kunsthauses. Dabei zeigt er neue Arbeiten und stellt sie seiner Werkgruppe der "Lichteinfälle" gegenüber. Kubische Plastiken in diagonaler Bewegung verstellen den Weg, ragen aus der Wand und Boden dem Besucher entgegen. Mit jeder Bewegung verändern sich ihre geometrisch streng gehaltene Form und ihr farbiges Erscheinungsbild. Auf den ersten Blick können die Arbeiten an die Plastiken des Minimal erinnern, doch geben ihre Formen gegenständliche Anhaltspunkte und Rätsel auf.
 
Die Arbeiten Houlihans basieren auf Betrachtungen konkreter Alltäglichkeit: auf den Raumkanten eines Lichteinfalls durch ein Fenster. Der Künstler hat dem immateriellen Licht einen physisch erfahrbaren Körper gegeben, der seinen eigenen Schatten generiert. Im zweiten Raum konfrontiert er die Besucherinnen und Besucher mit einer ganz konkreten Inszenierung: ein Konzertflügel im barocken Ambiente. Doch wirkt es, als würde ein Windstoß ausreichen, um das Instrument zusammenbrechen zu lassen, sein Material ist auf ein Minimum reduziert. Benjamin Houlihans hat so viel von dem ehemals schweren Instrument weggenommen, dass nur noch seine Form übrig ist. Das Objekt scheint sein eigenes "Nachbild" geworden zu sein.

Das "Offene Depot" mit Werken von Ulrich Erben, Johannes Gecelli, Rupprecht Geiger und Bernd Damke. (c) Kunsthaus NRW Kornelimünster

Im "Offenen Depot" erhalten die Besucher einen tieferen Einblick in die Bestände der Fördersammlung des Landes Nordrhein-Westfalen. In dem Schaulager hängen Bilder nah beieinander, Skulpturen sind auf Transportpaletten oder in Regalen gelagert. In der ersten Präsentation des "Offenen Depots" sind Werke nach formalen Grundelementen gruppiert: nach Linien, Flächen, Körpern. Dies kann wie bei Ulrich Erben ein weißes Rechteck auf einer weißen Leinwand sein, kann aber auch der Klang des Tretens einer Linie in den sibirischen Schnee bei Juergen Staack sein. Auch in der Fotografie der Düsseldorfer Schule finden sich Bilder, die auf einer strengen Komposition von Flächen basieren – wie etwa in der Fotografie "Breitscheider Kreuz" von Andreas Gursky.
 
Im "Offenen Depot" kann der Besucher vier Gruppen als Formensammlung erkunden: Entropie der Plastik – vom Körper zur Linie. Konstellationen von Punkten, Linien und Flächen in der Grafik. Versuch einer Chromatik abstrakter Malerei. Flachland – abstrakte Malerei in der Fotografie.

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