Land NRW startet App für Flüchtlinge

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Gespeichert von Henning Severin am 21. April 2016 - 8:57
21. April 2016

Land NRW startet App für Flüchtlinge

Das Land Nordrhein-Westfalen will schutzsuchenden Flüchtlingen helfen, sich nach der Ankunft in Nordrhein-Westfalen schnell und unkompliziert zurechtzufinden. Dazu hat die Landesregierung die App "Welcome to North Rhine-Westphalia!" veröffentlicht. Das neue Online-Angebot kann ab sofort kostenlos für Android Smartphones im Google Play Store heruntergeladen werden und ist auch als Web-App unter www.welcome-to.nrw abrufbar.

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Das Land Nordrhein-Westfalen will schutzsuchenden Flüchtlingen helfen, sich nach der Ankunft in Nordrhein-Westfalen schnell und unkompliziert zurechtzufinden. Dazu hat die Landesregierung die App "Welcome to North Rhine-Westphalia!" veröffentlicht. Das neue Online-Angebot kann ab sofort kostenlos für Android Smartphones im Google Play Store heruntergeladen werden und ist auch als Web-App unter www.welcome-to.nrw abrufbar. Android-Smartphones sind unter Flüchtlingen sehr stark verbreitet.

Familienministerin Christina Kampmann erklärte zum Start der App: "Die App für Flüchtlinge ist ein wichtiges Zeichen für unsere Willkommenskultur in Nordrhein-Westfalen und macht deutlich, dass wir ein weltoffenes Land sind. Damit sind wir das erste Bundesland, das eine solche App entwickelt hat."

Screenshot der App. (c) Land NRW

Die Landes-App "Welcome to North Rhine-Westphalia!" beantwortet Flüchtlingen in einem umfangreichen Fragen-und-Antworten-Katalog ("FAQ") grundlegende Fragen zum Ankommen und Lebensalltag in Nordrhein-Westfalen. Die Bandbreite reicht von Informationen zum Asylverfahren ("Wer entscheidet über meinen Asylantrag?"), über Gesundheitsfragen ("Habe ich Anspruch auf gesundheitliche Versorgung?") bis hin zu Sportangeboten ("Wo kann ich mit anderen Menschen gemeinsam Sport treiben?") und Hilfestellungen für den Alltag sowie rechtliche ("Ich erlebe in der Flüchtlingsunterkunft Gewalt. Was kann ich tun?") und politische Ordnung ("Wer ist Regierungschef in Nordrhein-Westfalen?").

Zum Start der App werden über 260 Fragen in 18 Themenbereichen beantwortet und damit nützliche Tipps gegeben. Das FAQ-Angebot wie auch andere Bereiche der App sind zunächst in den Sprachen Arabisch, Englisch und Französischverfügbar. Weitere Sprachen sind geplant. In einer interaktiven Karte finden Flüchtlinge zudem wichtige Informationen zu ihrem unmittelbaren Umfeld: Wo finden Deutschkurse statt? Oder: Wo kann ich mein Kind betreuen lassen? Auch hier liefert die App wertvolle Hilfestellungen.

Außerdem hilft die App "Welcome to North Rhine-Westphalia!" mit einem eigenen Sprachführer ("Phrasebook") bei der Verständigung untereinander und trägt dazu bei, sprachliche Barrieren abzubauen. Zu den weiteren Funktionen der App gehört auch eine Notruf-Funktion für das Smartphone. In Zukunft kann die App um weitere Funktionen und Inhalte ergänzt werden.

Die neue Landes-App ist ein gemeinschaftliches Open Government-Projekt mit dem Jugend-Projekt „Germany Says Welcome“ und der Fachstelle für Jugendmedienkultur Köln. Bei dem Projekt "Germany Says Welcome" handelt es sich um eine Gruppe von jungen Programmiererinnen und Programmierern im Alter von 15 bis 19 Jahren, die aus ganz Deutschland und Israel kommen und sich bei einer „Jugend hackt“-Veranstaltung im September 2015 in Köln kennengelernt haben.

Das Ziel der Jugendlichen war, mit eigenen Programmierfähigkeiten den vielen Flüchtlingen in Deutschland zu helfen. Für diesen Einsatz bedankte sich Familienministerin Christina Kampmann ganz besonders: "Besonders freut mich, dass sich dabei Jugendliche ehrenamtlich engagiert haben. Ohne sie hätten wir diese App heute nicht." Bei der Entwicklung der App "Welcome to North Rhine-Westphalia" wurden die Schülerinnen und Schüler medienpädagogisch begleitet. "Hier zeigt sich, wie breit die medienpädagogische Arbeit in NRW angelegt ist", so die Ministerin weiter.

Während die "Germany Says Welcome"-Gruppe die App und die Website www.welcome-to.nrw programmiert haben, hat die Landesregierung sämtliche Inhalte erarbeitet und mit der Fachstelle für Jugendmedienkultur die medienpädagogische Begleitung des Jugend-Projekts sichergestellt.

Die App und die dazugehörige Website sind als Open Source-Produkt angelegt. Nordrhein-Westfalen ist der erste Nutzer des Source Codes. Auch andere Bundesländer, Städte oder Gemeinden können den Source Code verwenden, um auf der Grundlage der aktuellen App eigene Online-Angebote für Flüchtlinge zu erstellen. Informationen zum Projekt "Germany Says Welcome" und zum Source Code können nachgelesen unter www.germany-says-welcome.de.

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