Mehr Inklusion in der Kultur

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Gespeichert von Henning Severin am 3. Mai 2016 - 16:46
3. Mai 2016

Mehr Inklusion in der Kultur

Kulturstaatssekretär Bernd Neuendorf hat beim internationalen Symposium ALL IN in Köln für mehr Inklusion in der Kultur geworben: "Jeder Mensch hat ein uneingeschränktes und selbstverständliches Recht auf Teilhabe." Deswegen werde die Landesregierung bei der Förderung von Kulturprojekten auch in Zukunft darauf hinwirken, dass diese inklusiv gestaltet würden. Im Mittelpunkt des zweitägigen Symposiums steht in diesem Jahr die Qualität und Öffnung von Kulturarbeit durch Inklusion.

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Die Landesregierung wolle sich dafür einsetzen, den eingeleiteten Perspektivwechsel – von der Integration zur Inklusion – in konkretes Handeln zu übersetzen. "Ein wichtiges Thema ist die 'Barrierefreiheit'", so Staatssekretär Neuendorf. "Damit sie überall Realität wird, braucht es eine erhöhte Sensibilität bei der Organisation von kulturellen Veranstaltungen.“ Dazu zählten unter anderem eine ausreichende Beleuchtung beim Besuch von Museen, Konzertsälen und Theatern, gut lesbare Beschriftungen, Leichte Sprache, Audiodeskriptionen oder auch Gebärdendolmetscher. Aber auch zu hohe Eintrittspreise oder eine nicht zielgruppengerechte Kulturvermittlung könnten zur Barriere werden.
 
Neben der passiven Teilhabe sei es aber auch die aktive Teilhabe an Kunst und Kultur, die zur Inklusion führe und dadurch neue Begegnungsräume schaffe. "Menschen mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen haben das Recht ihr künstlerisches Potenzial zu entfalten", erklärte Staatssekretär Neuendorf. Dazu müssten sich Förderverfahren, künstlerische Ausbildungsorte sowie die Kulturinstitutionen und ihre Angebote öffnen.
 
Das Symposium ALL IN sei ein guter Ort, um über die Fragen der Öffnung und Qualität von Kulturarbeit durch Inklusion zu diskutieren. Über zwei Tage tauschen sich Kunst- und Kulturschaffende sowie Fachleute aus Wissenschaft und Praxis aus. Im Rahmen des Symposiums werden auch die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitstudie zum inklusiven Modellprojekt Inklu:City sowie das EU-Kulturprojekt Un-Label vorgestellt. Ergänzt wird das Programm durch Workshops und offene Proben des Kulturfestivals Sommerblut. Hier gibt es die Möglichkeit, Methoden aus der inklusiven kulturellen Praxis näher kennenzulernen.

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