Mut zu früher Bildung: gelingendes Aufwachsen durch Familienzentren

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Gespeichert von Henning Severin am 18. Juli 2016 - 10:56
13. Juli 2016

Mut zu früher Bildung: gelingendes Aufwachsen durch Familienzentren

Wie sieht der Alltag in einer Kita aus? Familienministerin Christina Kampmann hat den Praxistest gemacht und im Rahmen ihrer Sommertour "Zeit für Mutmacher" am 14. Juli im Integrativen Familienzentrum des Elfriede-Eilers-Zentrums in Bielefeld mitgearbeitet.

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Wie sieht der Alltag in einer Kita aus? Familienministerin Christina Kampmann hat den Praxistest gemacht und im Rahmen ihrer Sommertour "Zeit für Mutmacher" am 14. Juli im Integrativen Familienzentrum des Elfriede-Eilers-Zentrums in Bielefeld mitgearbeitet.

Die Stationen der Mutmacher-Tour durch Nordrhein-Westfalen.

"Wir wollen allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft beste Bildungs- und Teilhabechancen ermöglichen. Deshalb sollen Familienzentren vor allem dort neu entstehen, wo Kinder und Eltern besonderen Unterstützungsbedarf haben", erklärte Familienministerin Kampmann. "Die Fachkräfte in den Familienzentren leisten dabei einen wichtigen Beitrag für ein gelingendes Aufwachsen von Kindern in NRW." In Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit rund 3.300 Kitas, die als Familienzentrum arbeiten. Im Kindergartenjahr 2016/2017 sollen 100 neue Familienzentren ausgebaut werden.
 
"Das Ziel der Landesregierung ist es, jedes Kind mitzunehmen und die Familien noch besser und früher zu erreichen, um ihnen Hilfe anzubieten. Nur so können wir gezielt vorbeugen und fördern, damit alle Kinder die gleichen Chancen erhalten", sagte Ministerin Kampmann. Dazu müssten aber auch die Rahmenbedingungen stimmen, die für eine individuelle Förderung nötig seien. Das Kinderbildungsgesetz biete diese Rahmenbedingungen nicht. "Deshalb brauchen wir ein neues Kita-Gesetz aus einem Guss. Daran arbeiten wir derzeit mit den Kommunen und in engem Dialog mit den freien Trägern und Kirchen. Personalschlüssel, Qualitätsstandards und das gesamte Finanzierungssystem sollen auf den Prüfstand. Wir brauchen vor allem endlich ein ehrliches, bedarfsgerechtes, transparentes Finanzierungssystem, mit dem wir die Frühe Bildung in NRW weiter stärken können."
 
In dem Integrativen Familienzentrum des Elfriede-Eilers-Zentrums stehen 71 Tagesplätze in vier Gruppen für Kinder im Alter von vier Monaten bis sechs Jahren zur Verfügung. Zwei Gruppen sind integrativ. Die Einrichtung ist – außer an Wochenenden und Feiertagen – ganzjährig geöffnet.
 
Die Arbeitsschwerpunkte des Familienzentrums sind unter anderem Sprachförderung, Familienberatung und  Familientherapie, Angebote zur körperlichen Entwicklung/Physiotherapie und Psychomotorik, Logo- und Motopädie, Frühförderung, eine musikalische Früherziehung und Musikförderung.

Zur Sicherstellung des Angebots ist das Familienzentrum mit vielfältigen Kooperationspartnern vernetzt. Dazu zählen Partner aus den Bereichen Familienbildung, Familienberatung, Physiotherapie, Logopädie, den Frühförderstellen, dem Sozialpädiatrischen Zentrum, der TagesmütterAgentur OWL, der Freiwilligenakademie OWL aber auch Ärzte, Sanitätshäuser und der familienentlastende Dienst.
 
Der Besuch im Familienzentrum des Elfriede-Eilers-Zentrum war die vierte Station der Mutmacher-Tour von Ministerin Kampmann durch Nordrhein-Westfalen. Unter dem Titel „Zeit für Mutmacher“ besucht sie Einrichtungen und Projekte, die den Menschen in Nordrhein-Westfalen Mut machen, ihre Zukunft zu gestalten, sich zu engagieren oder über sich hinauszuwachsen.

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