Mut zu Integration: Ministerin Kampmann besucht Brückenprojekt in Essen

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Gespeichert von Henning Severin am 12. Juli 2016 - 12:20
12. Juli 2016

Mut zu Integration: Ministerin Kampmann besucht Brückenprojekt in Essen

Im Rahmen ihrer Mutmacher-Tour durch Nordrhein-Westfalen hat Familienministerin Christina Kampmann das Brückenprojekt "Am Funkturm" für Flüchtlingskinder in einem Übergangswohnheim in Essen besucht.

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Im Rahmen ihrer Mutmachert-Tour durch Nordrhein-Westfalen hat Familienministerin Christina Kampmann das Brückenprojekt "Am Funkturm" für Flüchtlingskinder in einem Übergangswohnheim in Essen besucht.
 
In der Einrichtung für gefährdete Flüchtlinge werden rund 35 Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren betreut. Sie verbringen den Vormittag in Eltern-Kind-Gruppen, nachmittags werden Gruppenspiele, Bastelarbeiten und Spiele im Freien angeboten. Brückenprojekte sind ein niedrigschwelliges Angebot für Flüchtlingskinder als Vorbereitung auf die Kita. Ziel ist es, die Kinder sprachlich zu fördern und ihnen bei der Integration in Deutschland zu helfen. Das Projekt wird vom Essener Diakoniewerk getragen. Nordrhein-Westfalen bietet inzwischen rund 800 solcher Maßnahmen an, die von über 6.600 Kindern besucht werden können.
 
"Die Menschen, die vor Krieg und Gewalt fliehen, brauchen unsere Hilfe. Ganz besonders die Kinder. Die Brückenprojekte erleichtern ihnen die Eingewöhnung in die Kita, die Kinder erhalten erste pädagogische Förderung und erlernen spielerisch die Sprache", erklärte Ministerin Kampmann.

2015 stellte das Land Nordrhein-Westfalen sechs Millionen Euro für Brückenprojekte zur Verfügung, in 2016 sind es bislang 20 Millionen Euro. Inzwischen haben 150 der 186 Jugendämter Förderanträge für Brückenprojekte gestellt. Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr gilt auch für Kinder aus Flüchtlingsfamilien.

Die Stationen der Mutmacher-Tour durch Nordrhein-Westfalen.

Der heutige Besuch war die erste Station der Mutmacher-Tour durch Nordrhein-Westfalen. Unter dem Titel "Zeit für Mutmacher" besucht Ministerin Kampmann in den nächsten Tagen Einrichtungen und Projekte, die den Menschen in Nordrhein-Westfalen Mut machen, ihre Zukunft zu gestalten, sich zu engagieren oder über sich hinauszuwachsen.
 
Auf ihren weiteren Stationen informiert sich Ministerin Kampmann unter anderem über ein Projekt in Grefrath, bei dem ein aus Syrien geflüchteter Englischlehrer mit Flüchtlingskindern arbeitet. In Köln verabschiedet sie Olympioniken und Paraolympioniken aus dem Rheinland, um Ihnen Mut für den Wettkampf und sportliche Höchstleistungen  bei den Olympischen Spielen und den Paralympics in Rio de Janeiro zuzusprechen. Daneben wird die Familienministerin in einer Bielefelder Kita hospitieren, um den konkreten Arbeitsalltag von Erzieherinnen und Erziehern aus nächster Nähe selbst zu erleben. Nicht zuletzt wird sie bei einer Freiwilligenagentur Menschen begegnen, die sich engagieren.

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