70 Jahre Landeszentrale für politische Bildung - 70 Jahre Einsatz für die Demokratie

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Gespeichert von Henning Severin am 24. Oktober 2016 - 17:25
24. Oktober 2016

70 Jahre Landeszentrale für politische Bildung - 70 Jahre Einsatz für die Demokratie

Die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen hat im Düsseldorfer Landtag ihren 70. Geburtstag gefeiert. An der Feierstunde nahmen neben vielen Gäste auch die für poltische Bildung zuständige Ministerin Christina Kampmann, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Landtagspräsidentin Carina Gödecke teil.

 

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft lobte die Arbeit der Bildungseinrichtung: "Wir brauchen überzeugte und überzeugende Demokratinnen und Demokraten – das gilt heute wie vor 70 Jahren. Denn ‚Demokratie leben‘ heißt: politisches Engagement zeigen, sich einbringen, andere begeistern, mitnehmen, motivieren. Unsere Landeszentrale für politische Bildung fördert genau das: Mit ihren Veranstaltungen und Seminaren, Büchern und Publikationen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen und zur NRW-Geschichte steht sie für zeitgemäße Politikvermittlung auf Augenhöhe und ohne erhobenem Zeigefinger. Seit 70 Jahren dient sie damit allen Bürgerinnen und Bürgern Nordrhein-Westfalens. Dafür danke ich mit großem Respekt und gratuliere allen, die daran mitwirken, ganz herzlich."
 
Landtagspräsidentin Carina Gödecke erklärte: "Politische Bildung ist unerlässlicher Bestandteil einer lebendigen Demokratie. Die Landeszentrale für politische Bildung leistet hier seit 70 Jahren einen vorbildlichen Beitrag. Dafür danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Namen des gesamten Landtags und wünsche zum Jubiläum alles Gute."
 
Christina Kampmann, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, sagte: "Seit 70 Jahren setzt sich die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen für unsere Demokratie ein. Bis heute hat diese wichtige Arbeit nichts von ihrer Bedeutung verloren. Im Gegenteil: Sie ist in der aktuellen Zeit wichtiger denn je."
 
Unter dem Motto "Demokratie leben – zwischen Konflikt und Zusammenhalt" blickte die Landeszentrale auf ihre bisherige Arbeit zurück. Im Mittelpunkt stand aber auch ein Blick auf Gegenwart und Zukunft: Wie muss die politische Bildung auf gesellschaftliche Umbrüche, das Erstarken von rechtsextremem Gedankengut und die Herausforderungen bei der Integration von Flüchtlingen reagieren? Ministerin Kampmann betonte dabei: "Politische Bildung muss natürlich über die Strukturen des demokratischen Staats aufklären. Aber es geht nicht nur um Faktenwissen, es geht darum, Menschenrechte auch im Alltag mit Leben zu füllen." Dabei könnten auch Kultur und Sport helfen, wie viele Integrationsprojekte im Land zeigten.
 
Bei einer Podiumsdiskussion sprachen Prof. Aldain El Mafaalani (FH Münster), Prof. Dr. Michael Kaeding (Universität Duisburg-Essen), Jan van Kooten (Direktor des Nationaal Comité 4 en 5 mei in Amsterdam) und Prof. Dr. Bettina Zurstrassen (Universität Bielefeld) über neue Strategien der politischen Bildung, um den Herausforderungen in Zeiten großer Umbrüche gerecht zu werden. Das Programm wurde von Poetry-Slammerin Ella Anschein begleitet.
 
Die heutige Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen wurde am 2. Oktober 1946 vom ersten Ministerpräsidenten des Landes NRW, Rudolf Amelunxen, in Düsseldorf gegründet – damals noch unter dem Namen "Staatsbürgerliche Bildungsstelle". Seit 70 Jahren analysiert, informiert und diskutiert die Landeszentrale zu politischen Themen und stärkt damit die demokratische Kultur im Land. Unter dem Leitmotiv "Demokratie leben" fördert sie die politische Bildungsarbeit vor Ort, bietet Veranstaltungen sowie Medien zu Geschichte und Politik. Sie arbeitet überparteilich und ist im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen angesiedelt.

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