Staatssekretär Neuendorf: "Dortmunder Oper Bekenntnis zur Kultur in der Stadt"

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Gespeichert von Henning Severin am 14. März 2016 - 8:52
Offizielles Foto Staatssekretär Bernd Neuendorf
12. März 2016

Staatssekretär Neuendorf: "Dortmunder Oper Bekenntnis zur Kultur in der Stadt"

Kulturstaatssekretär Bernd Neuendorf hat der Oper in Dortmund am 12. März zum 50jährigen Bestehen des neuen Opernhauses gratuliert: "Das neu erbaute Haus war und ist ein Bekenntnis zur Kultur in dieser Stadt." Zum Jubiläum wurde – wie schon bei der Eröffnung 1966 – die Aufführung "Der Rosenkavalier" von Richard Strauss gezeigt.

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Die Oper in Dortmund wurde 1966 neu erbaut, nachdem der Betrieb 1944 aufgrund starker Zerstörungen durch den Krieg eingestellt werden musste. Mitte der sechziger Jahre entstand dann auch aus einer Initiative der Bürgerschaft heraus der heutige Neubau.  
 
Opernintendant Jean-Daniel Herzog verfolgt seit Amtsantritt 2011 das Konzept "Oper für alle". Diese Bemühungen haben Erfolg: Die Besucherzahlen haben sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt. Ergänzt werde das attraktive Programm durch ein hervorragendes Ensemble. Staatssekretär Neuendorf: "Die Auftritte von Sängerinnen und Sängern aus Dortmund an den ersten Häusern in London, Salzburg, Paris, an der Mailänder Scala und in Bayreuth unterstreichen, dass die Oper Dortmund inzwischen durch intensive Ensemblearbeit eine Talentschmiede geworden ist."

Zum Jubiläum wurde Strauss' "Der Rosenkavalier" aufgeführt. Das gleiche Stück wurde bereits zur Eröffnung des Opernhauses 1966 gegeben. (c) Stage Pictures | Foto: Thomas Jauk

Dabei wies Staatssekretär Neuendorf auch auf die Rolle der Kunst und Kultur in einer freien Gesellschaft hin. "Sie bietet uns eine Akzeptanz von Vielfalt, die täglich gelebt wird. Lassen Sie uns dieses Haus auch als Symbol dessen sehen, was sich eine Gesellschaft von neuem wieder aufbauen muss, nachdem Toleranz und Vielfalt zu Unwörtern wurden." Er warb dafür, wachsam zu sein und wertzuschätzen, welch hohes Gut eine freie, offene und vielfältige Gesellschaft sei. "Wir alle brauchen die gesellschaftsbildende Kraft der Kunst. Wir brauchen Künstler und Kreative als kritisches Korrektiv für unsere pluralistische Gesellschaft: Indem sie sich in den öffentlichen Diskurs einbringen, indem sie hinterfragen oder provozieren, vor- oder querdenken, Impulse und Denkanstöße geben."
 
Kulturstaatssekretär Neuendorf lobte beim Festakt auch die kulturelle Entwicklung in Dortmund: "Was sich hier in den vergangenen Jahren bewegt hat, strahlt weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus." Ganz besonders nach dem Kulturhauptstadtjahr freue es ihn, wie die Stadt das damalige Leitthema "Wandel durch Kultur" für sich umgesetzt habe. Das sei nicht nur ein Gewinn für die kulturbegeisterten Menschen, es belege auch, dass Kultur dazu beitrage, ein gutes Umfeld zu schaffen und ein Motor für Veränderungen sein könne. "Gelingender Strukturwandel durch Kunst und Kultur – dafür ist Dortmund das beste Beispiel."

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