"Väter haben das gleiche Recht wie Mütter"

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Gespeichert von Henning Severin am 19. Juli 2016 - 12:12
19. Juli 2016

"Väter haben das gleiche Recht wie Mütter"

Familienministerin Christina Kampmann hat im Interview mit der Westfalenpost (Ausgabe vom 19. Juli 2016) über die Ziele der Väterkampagne "Vater ist, was du draus machst!" gesprochen: "Wir rücken die Väter in den Fokus. Wir bestärken sie, ihr Recht auf Elternzeit zu nehmen. Väter haben das gleiche Recht wie Mütter." Ziel sei es, zu einer partnerschaftlichen Aufteilung bei der Betreuung der Kinder zu kommen.

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Familienministerin Christina Kampmann hat im Interview mit der Westfalenpost (Ausgabe vom 19. Juli 2016) über die Ziele der Väterkampagne "Vater ist, was du draus machst!" gesprochen: "Wir rücken die Väter in den Fokus. Wir bestärken sie, ihr Recht auf Elternzeit zu nehmen. Väter haben das gleiche Recht wie Mütter." Ziel sei es, zu einer partnerschaftlichen Aufteilung bei der Betreuung der Kinder zu kommen.
 
Die Ministerin erklärte, dass das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein Schwerpunkt ihrer Politik sei. "Die meisten Familien beschäftigt das Thema Zeit. Die Politik muss sich dem stellen und Antworten finden." Bei vielen Unternehmen hätte bereits ein Umdenkprozess stattgefunden, hin zu mehr Flexibilität. Dies sei aber nicht überall so: "Es ist kein Geheimnis, viele Väter laufen am Arbeitsplatz gegen die Wand, bekommen Schwierigkeiten. Wir werben offensiv dafür und machen den Unternehmen klar, dass sie Vorteile haben, und initiieren familienfreundliche Maßnahmen." Ein Beispiel hierfür seien erweiterte Homeoffice-Möglichkeiten.
 
Im Interview erklärte die Ministerin außerdem, dass sich die Landesregierung am Satz "Kein Kind zurücklassen" zu Recht messen lassen müsse. Ziel sei es, Kinderarmut zu bekämpfen und dabei besonders Familien mit erwerbslosen Eltern zu stärken, um einen Teufelskreis zu durchbrechen. Eine Lösung seien dabei Familienzentren: "3400 Kitas arbeiten bereits als Familienzentren mit einem erweiterten Angebot der Betreuung. Hier werden die Eltern stärker einbezogen." Eine bessere Sprachförderung sei der Schlüssel für die Entwicklung der Kinder. "Es hat alles nur Sinn, wenn man vom Kind aus denkt."

Das Idealbild einer Familie sei für Ministerin Kampmann "der Ort, in dem Menschen generationenübergreifend zusammenleben. Das bedeutet nicht, dass ich andere Lebensformen, ihre Sorgen und Nöte, ausblende. Ob Regenbogenfamilie oder Alleinerziehende: Als Politikerin stehe ich für alle in der Verantwortung.“

Das ganze Interview finden Sie hier.

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