Aktive Vaterschaft

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Gespeichert von chefredakteur am 28. Oktober 2014 - 17:09
Vater trägt sein Kind spielend huckepack in der Natur

Väterengagement wird zunehmend benötigt

Das Familienministerium unterstützt die aktive Vaterschaft

Viele Väter möchten mehr Zeit für ihre Familie haben und sich aktiv an der Erziehung ihrer Kinder beteiligen. Es ist ein wichtiges Anliegen des Familienministeriums, Männer für eine aktive Vaterschaft zu gewinnen und sie darin zu unterstützen.

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Väter und besonders junge Väter möchten mehr Zeit für Familie und Kinder haben. Sie wollen sich aktiv an der Erziehung ihrer Kinder beteiligen und können sich grundsätzlich gut vorstellen, weniger Zeit für den Beruf aufzuwenden und die Arbeitszeit zugunsten der Familie zu reduzieren. In der Praxis stoßen Väter aber bei der Verwirklichung dieses veränderten Selbstverständnisses häufig noch auf große Schwierigkeiten.

Fachstelle Väterarbeit

Um die Belange von Vätern in den unterschiedlichen Lebenslagen besser berücksichtigen zu können, fördert das Familienministerium die Fachstelle "Väterarbeit NRW". Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, für die Väterarbeit gesellschaftlich relevante Institutionen, Organisationen und Unternehmen besser miteinander zu vernetzen, Wissen und Erfahrungen auszuwerten, zu bündeln und so die Wissensbasis für die Belange von Vätern insgesamt zu verbreitern. Die Analyse bestehender Forschungsarbeiten sowie das Entwickeln neuer Handlungsstrategien sollen dabei helfen neue Maßnahmen und Angebote für Väter anzustoßen und schließlich auch umzusetzen. Die Fachstelle ist außerdem kompetenter Gesprächspartner bei Fragen zur Väterarbeit in Nordrhein Westfalen.

Interkulturelle Väterarbeit NRW

Die Landeskoordinierungsstelle für Interkulturelle Väterarbeit NRW hat sich zum Ziel gesetzt, Akteure im Bereich der Väterarbeit bei der Mitgestaltung, beim Ausbau und bei der Umsetzung von Interkultureller Väterarbeit zu begleiten und zu unterstützen.

Neben der Beratung und Unterstützung von Akteuren bei der Ausarbeitung und Umsetzung innovativer Projektideen und Konzeptionen im Bereich Interkultureller Väterarbeit gehört auch die Qualifikation von Fachkräften, die Organisation von Informationsmöglichkeiten und die Entwicklung von Ansätzen guter Praxis zu den Aufgaben der Landeskoordinierungsstelle.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Dass immer mehr Eltern den Wunsch haben, Familienaufgaben partnerschaftlich zu teilen, zeigt eine Studie des Familienministeriums. Sie belegt unter anderem die wachsende Inanspruchnahme der Elternzeit durch Väter auch in Nordrhein-Westfalen.

Nähere Informationen zu der Studie erhalten Sie hier.

Väter müssen bei der aktiven Wahrnehmung ihrer Vaterrolle in den Unternehmen gestärkt werden: In einer weiteren Studie wurden Väter und Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen zu ihren Erfahrungen, Meinungen und Wünschen zum Thema aktive Vaterschaft und väterbewusste Unternehmen befragt. Dabei ergab sich, dass viele Väter einer aktiven Vaterschaft gegenüber aufgeschlossen sind, u.a. jedoch das hohe Arbeitsaufkommen, aber auch die partnerschaftliche Rollenverteilung hindernde Umstände sein können.
Hier können Sie mehr über die Ergebnisse der Studie erfahren.

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärker zu unterstützen hat das Familienministerium die Aktionsplattform Familie@Beruf.NRW ins Leben gerufen. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung engagieren sich hier, um in der Arbeitswelt bessere Rahmenbedingungen – auch für Väter – zu schaffen.

Nähere Information erhalten Sie auf www.familieundberuf.nrw.de

Seit 2014 unterstützt das Familienministerium das Projekt "Väternetzwerk NRW", denn in den allermeisten Unternehmen fehlen konkrete Angebote und eine Erlaubniskultur für Väter, aktiv und gezielt ihr Berufsleben und ihre Familienaufgaben zu vereinbaren. Ziel des Projektes ist es daher, eine verbesserte Kommunikation für Väter in Unternehmen möglich zu machen und ein Bewusstsein für das Thema "Männer & Familie" sowohl bei männlichen und weiblichen Arbeitnehmern als auch bei Arbeitgebern zu schaffen. Denn: Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat nicht nur positive Auswirkungen auf die Vater-Kind-Bindung, sondern die in der Familien- und Erziehungsarbeit zusätzlich erworbenen Sozialkompetenzen zahlen sich auch für das Unternehmen aus.

Elterngeld Plus

Die neuen Regelungen zum Elterngeld schaffen gerade auch für die Bedürfnisse vieler Väter bessere Rahmenbedingungen, um nach der Geburt des Kindes für die Familie da sein zu können. Das ElterngeldPlus erlaubt eine flexiblere Einteilung der Elternzeit und erleichtert es den Eltern, frühzeitig in Teilzeit wieder in die Berufswelt einzusteigen und gleichzeitig mehr Zeit für die Familie zu gewinnen.

Nähere Informationen zum ElterngeldPlus finden Sie unter www.elterngeld-plus.de

Tipps und Informationen für Väter und Multiplikatoren

Um Väter umfassend zu informieren und eine Vernetzung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Väterarbeit in Nordrhein-Westfalen zu erreichen, hat das Familienministerium das Väterportal www.vaeter.nrw entwickelt.

Das Väterportal enthält informative Textbeiträge, praktische Tipps, Erfahrungsberichte, erprobte Beispiele aus der Praxis und rechtliche Hinweise. Dabei werden unterschiedliche Themenfelder aufgegriffen. Beispiele sind: Vereinbarkeit Familie und Beruf, Familienleistungen, väterfreundlicher Arbeitsplatz, aktiv Vater sein, Spaß und Ferienzeit.

Über eine Suchfunktion sind ortspezifische Projekte, Einrichtungen und Beratungsstellen zu finden, die Informations-, Unterstützungs- und Beratungsangebote aber auch Aktivitäten für Väter (mit ihren Kindern) anbieten.

Für Väter mit Migrationshintergrund bietet außerdem das Elternnetzwerk NRW zahlreiche Beratungsangebote, Unterstützung und Informationen an - insbesondere in Bezug auf schulische und erzieherische Angelegenheiten.

Näheres zum Elternnetzwerk erfahren Sie unter www.elternnetzwerk-nrw.de.

 

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