"Vereinbarkeit ist ein wirtschaftspolitisch wichtiges Thema"

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Gespeichert von Henning Severin am 27. Mai 2016 - 8:59
26. Mai 2016

"Vereinbarkeit ist ein wirtschaftspolitisch wichtiges Thema"

Im Interview mit der Westdeutschen Zeitung (Ausgabe vom 26. Mai 2016) hat Familienministerin Christina Kampmann betont, wie wichtig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Gesellschaft ist. "Es ist ein wirtschaftspolitisch wichtiges Thema", sagte sie. Familien seien für die Zukunft der Gesellschaft wichtig. Sie warb außerdem für eine Ausweitung von Homeoffice-Möglichkeiten, die aber Regeln brauchten.

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Im Interview mit der Westdeutschen Zeitung (Ausgabe vom 26. Mai 2016) hat Familienministerin Christina Kampmann betont, wie wichtig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Gesellschaft ist. "Es ist ein wirtschaftspolitisch wichtiges Thema", sagte sie. Familien seien für die Zukunft der Gesellschaft wichtig. Sie warb außerdem für eine Ausweitung von Homeoffice-Möglichkeiten, die aber Regeln brauchten.
 
"Zwölf Prozent der Menschen arbeiten von zuhause, möglich wären 42 Prozent. Ein Riesenpotential", erklärte die Ministerin. Es dürfe aber nicht sein, dass Menschen zwar zuhause, aber dann viel mehr arbeiten müssten. Außerdem müssten Unternehmen weg von einer Präsenzkultur hin zu einer Vertrauenskultur.
 
Besonders wichtig ist der Ministerin, dass auch Väter mehr Zeit mit der Familie verbringen können. "In NRW nutzen ein Viertel aller Väter Elternzeit, 70 Prozent davon nehmen nur zwei Monate." Das sei nicht gleichberechtigt. Deswegen starte das Familienministerium vor der Sommerpause eine Väterkampagne.
 
Im Gespräch wies sie auch auf die gute Entwicklung beim Kitaausbau hin, denn auch Flüchtlingskinder sollten früh in die Kita kommen. "Wir haben für dieses Jahr eine Steigerung von 18.500 Kita-Plätzen gemeldet bekommen. Und wir haben ein Investitionsprogramm von 100 Millionen Euro aufgelegt. Da sind wir auf einem guten Weg."
 
Die nächste wichtige Aufgabe sei für Ministerin Kampmann ein neues Kindergartengesetz, dessen Eckpunkte bis Ende 2016 stehen sollen. Das jetzige Kinderbildungsgesetz solle abgeschafft werden. "Wir wollen dann über Personal und Öffnungszeiten reden. Das ist ein großes Projekt, weil unglaublich viele Akteure eingebunden sind." Daneben soll im Kulturbereich nach den Sommerferien der Kulturförderplan veröffentlicht werden. Schwerpunkte sind hier die "Individuelle Künstlerförderung", "Kulturelle Bildung“ und "Digitalisierung in der Kultur".
 
Ministerin Kampmann, die derzeit auch Vorsitzende des Sportministerkonferenz der Länder ist, forderte im Interview Lösungen für die aktuelle Dopingproblematik im Sport: "Wir müssen das entschieden angehen. Ich erwarte auch von allen Sportfunktionären, dass sie sich da ehrlich machen."
 
Sie sei sich sicher, dass NRW auch in Zukunft das Sportland Nummer eins bleiben werde. Erst kürzlich habe sie den 777. Bewegungskindergarten und die 18. Sportschule eröffnet. Daneben würden die Sportlerinnen und Sportler bei der Dualen Karriere unterstützt. Außerdem sei die Sportförderung NRW Leistungssportförderung. "Und wir haben die große Leistungssportreform, die jetzt auf Bundesebene diskutiert wird – an der wir mitwirken."
 
Das ganze Interview können Sie hier nachlesen.

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