Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Ministerin Kampmann besucht Unternehmen in NRW

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Gespeichert von Henning Severin am 30. Juni 2016 - 14:44
27. Juni 2016

Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Ministerin Kampmann besucht Unternehmen in NRW

Familienministerin Christina Kampmann hat sich am 27. Juni auf einer Reise durch Nordrhein-Westfalen bei Unternehmen über innovative Ansätze beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf informiert. "Der Familienbericht hat uns gezeigt, dass das Thema Vereinbarkeit für Familien essentiell ist. Wir sind in Nordrhein-Westfalen schon ein gutes Stück vorangekommen – aber wir wollen noch weiter gehen", erklärte die Ministerin.

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Familienministerin Christina Kampmann hat sich am 27. Juni auf einer Reise durch Nordrhein-Westfalen bei Unternehmen über innovative Ansätze beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf informiert. "Der Familienbericht hat uns gezeigt, dass das Thema Vereinbarkeit für Familien essentiell ist. Wir sind in Nordrhein-Westfalen schon ein gutes Stück vorangekommen – aber wir wollen noch weiter gehen", erklärte die Ministerin.

Der Großkonzern Henkel in Düsseldorf, die VR-Bank Nordeifel in Blankenheim und das Startup Fond of bags in Köln zeichnen sich alle durch gute Ansätze für Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus. "Die drei Unternehmen sind hervorragende Beispiele dafür, wie familiäre Aufgaben und berufliche Pflichten mit guten Ideen in Einklang gebracht werden können. Dabei spielt Flexibilität eine große Rolle", so Ministerin Kampmann. "Ich möchte mich dafür einsetzen, dass diese Angebote bei uns Schule machen."

Drei Kitas im Konzern: Das Industrieunternehmen Henkel engagiert sich für Familien von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. (c) MFKJKS NRW | Foto: Henning Severin

Das Industrieunternehmen Henkel mit seinen weltweit 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus 120 Nationen gründete bereits 1940 seine erste Betriebskita. Heute gibt es hier drei Kitas für insgesamt 240 Kinder. Henkel bietet flexible Arbeitszeitmodelle, Teilzeit, mobiles Arbeiten, Home Office und Jobsharing. Es gibt Führungspositionen in Teilzeit und durch systematische Förderung von Frauen liegt deren Anteil in Führungspositionen bei deutlich über dreißig Prozent und steigt jährlich weiter. Die schon 1912 gegründete Abteilung Soziale Dienste bietet Unterstützung in allen Lebensphasen von der Geburt der Kinder bis hin zur Sorge um pflegebedürftige Eltern.

Die VR-Bank Nordeifel liegt in einem ländlichen Bereich und erkannte deshalb früh, wie wichtig familienfreundliche Arbeitszeitmodelle sind, um Mitarbeiter zu halten oder zu gewinnen. Das Unternehmen bot deshalb bereits Ende der 80er Jobsharing an, um qualifizierte Mitarbeiterinnen zu halten und auch nach deren Erziehungszeit wieder zurück zu gewinnen. Die Genossenschaftsbank ermutigt heute auch ausdrücklich ihre männlichen Mitarbeiter, Erziehungszeiten wahrzunehmen. Zwei  Bankberater, deren Frauen beispielsweise beruflich selbstständig sind in Führungspositionen arbeiten, konnten Filialen der VR-Bank in ihren Privathäusern einrichten, um Familie und Beruf besser zu vereinbaren. "Das Bankgeschäft ist ein Menschengeschäft. Sie sind unser Haupterfolgsfaktor", sagte Mark Heiter, Vorstandsmitglied der VR Bank. "Deshalb müssen wir uns in der Region bedürfnisorientiert aufstellen. Wenn sich Probleme ergeben, reagieren wir mit innovativen Lösungen."

Auch ein junges Unternehmen, ein Startup wie die Rucksack-Firma Fond of bags, muss sich trotz Gründerphase irgendwann intensiver mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf befassen. Bei Fond of bags ist die Zahl der Mütter und Väter unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sprunghaft gestiegen. Inzwischen bietet Fond of bags viel Teilzeit ohne einen beruflichen Rückschritt, Homeoffice, flexible Arbeitszeiten und Teilzeitarbeitsplätze für Führungskräfte. Eine der Designerinnen etwa arbeitet nur einmal in der Woche im Büro, ein Produktentwickler plant gerade seine zweite Elternzeit. Und das nicht nur für die bei Männern üblichen zwei Monate, sondern für ein knappes Jahr.

Zentrales Ergebnis des vor wenigen Monaten vorgestellten Familienberichtes ist der Wunsch der Eltern nach mehr Zeit für die Familie – und das quer durch alle Gesellschafts- und Einkommensschichten. Im Januar lud Ministerin Kampmann Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbände zu einem Familiengipfel nach Düsseldorf. Gemeinsam verabschiedeten sie eine Erklärung, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärken soll. "Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht ganz oben auf der politischen Agenda der Landesregierung", erklärte Ministerin Kampmann.

Eine Bildergalerie zur Unternehmenstour finden Sie hier.

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