Weltflüchtlingstag 2016

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20. Juni 2016

Weltflüchtlingstag 2016

Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag. Nach UN-Angaben sind derzeit weltweit fast 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Jeder zweite von ihnen ist ein Kind. Das Land Nordrhein-Westfalen setzt sich für eine gute Unterbringung, Versorgung, Betreuung und Integration ein.

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Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag. Nach UN-Angaben sind derzeit weltweit fast 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Jeder zweite von ihnen ist ein Kind. Das Land Nordrhein-Westfalen setzt sich für eine gute Unterbringung, Versorgung, Betreuung und Integration ein.
 
Kinder- und Jugendministerin Christina Kampmann hat beim 5. Flüchtlingsgipfel am 14. Juni die Anstrengungen des Landes unterstrichen, mit denen besonders die Integration junger Flüchtlinge verbessert werden soll. "Die Kinder- und Jugendhilfe kann einen wichtigen Beitrag leisten, die geflüchteten Kinder und Jugendlichen in NRW zu unterstützen und zu fördern. Hierfür haben wir bereits viel getan", erklärte die Ministerin. Dazu zählen unter anderem die Schaffung von über 18.500 neuen Kita-Betreuungsplätzen - unter anderem für Flüchtlingskinder -, die finanzielle Unterstützung von Brückenprojekten oder auch eine gerechte Verteilung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge. Weitere Informationen zur Verteilung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen finden Sie hier.

Screenshot der App. (c) Land NRW

Seit dem Frühjahr 2016 bietet die Landesregierung die kostenlose App "Welcome to North Rhine-Westphalia!" an. Dabei werden 260 Fragen in 18 Themenbereichen beantwortet. Das FAQ-Angebot wie auch andere Bereiche der App sind zunächst in den Sprachen Arabisch, Englisch und Französisch verfügbar. In einer interaktiven Karte finden Flüchtlinge zudem wichtige Informationen zu ihrem unmittelbaren Umfeld: Wo finden Deutschkurse statt? Oder: Wo kann ich mein Kind betreuen lassen? Auch hier liefert die App wertvolle Hilfestellungen. Das Online-Angebot kann kostenlos für Android Smartphones im Google Play Store heruntergeladen werden und ist auch als Web-App unter www.welcome-to.nrw abrufbar.
 
Die Sonderseite "Flüchtlingspolitik in NRW" informiert über die verschiedenen Maßnahmen auf allen Ebenen von Politik und Verwaltung sowie das große Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, Sportvereinen, Verbänden und Institutionen, um Menschen eine bessere Zuflucht anzubieten. Die Hilfsangebote reichen hierbei von zusätzlichem Personal und der Bereitstellung von Unterkunftsmöglichkeiten bis hin zu einer Gesundheitskarte oder Identifikationskarte für Flüchtlinge​.

Das Land Nordrhein-Westfalen bietet mit der Online-Plattform www.ich-helfe.nrw die Möglichkeit, Hilfsangebote und Hilfebedarfe in der Flüchtlingshilfe landesweit besser zu organisieren und zusammenzuführen. Auf der Website können Institutionen, Organisationen und Initiativen, die ehren- oder hauptamtlich in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind, mit wenig Aufwand sich selbst und vor allem ihren jeweiligen Hilfebedarf darstellen. So haben sie die Möglichkeit anzugeben, in welchen Bereichen sie tätig sind, welche Unterstützung sie durch freiwillige Helferinnen und Helfer brauchen und wie sie zu erreichen sind. Auf diese Weise können Bürgerinnen und Bürger, die sich engagieren wollen, genauer herausfinden, wo in ihrer Umgebung welche Hilfe benötigt wird.

Die Broschüre "Ankommen in Nordrhein-Westfalen. Erste Schritte zur Orientierung in unserem Land" bietet für Flüchtlinge in verständlicher Sprache Informationen über wichtige Anlaufstellen für die erste Zeit. Sie gibt Auskunft darüber, wo sich die Flüchtlinge beraten und begleiten lassen können. Daneben werden Begriffe aus dem Alltag erläutert sowie Hinweise auf interessante Informationsquellen gegeben. Auch die engagierten Helferinnen und Helfer, Familienangehörige, Verwandte oder Bekannte sollen dadurch eine Anleitung erhalten, wie sie unterstützend wirken können. Die kostenlose Broschüre ist auf Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Dari, Farsi, Urdu und Tigrinisch erhältlich.

Zurzeit sind die Zahlen Neuankommender rückläufig (Stand: 6. Juni 2016): Im Schnitt kommen rund 1.200 Flüchtlinge pro Woche nach Nordrhein-Westfalen, im Januar und Februar 2016 waren es noch ca. 4.000 bis 5.000 Menschen pro Woche. Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge liegt bei über 13.000 gestiegen (Stand: 15. April 2016).

Der Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen steht in diesem Jahr unter dem Motto "Wir stehen zusammen #WithRefugees" und ist den FlüchtlingenAsylsuchendenBinnenvertriebenen, Staatenlosen und Rückkehrerinnen und Rückkehrern auf der ganzen Welt gewidmet, um ihre Hoffnungen und Sehnsüchte nach einem besseren Leben zu würdigen.

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